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Kommentar

16.12.2005


Deutschlands härteste Konkurrenten in Österreich im selben Boot.<BR><BR>von Max Pohl

Angebot und Nachfrage
Wieder einmal ist die Diskussion über die Sonntagsöffnung entbrannt – diesmal geht es um die Bundeshauptstadt Wien. Ein Thema, das bewegt.

Als Thomas Rottenberg kürzlich in seinen „Stadtgeschichten“ (im Online-Standard) über das „fade Wien am Sonntag“ schrieb, gab es innerhalb kürzester Zeit 129 Postings – pro und contra Ladenöffnung.Ich habe an dieser Stelle schon einmal meine im Sommer im Kärntner Krumpendorf am Wörthersee gemachten Beobachtungen geschildert. Dort gibt es eine Tourismuszonenregelung, von der aber nicht nur die Touristen Gebrauch machten, sondern – wie es aussah – halb Klagenfurt. Ähnlich ist die Situation im Winter in Tiroler Skiorten. Aber man braucht ja nur sonntags am Wiener Franz Josefs-Bahnhof beim Billa vorbeischauen – der Andrang ist so groß, man könnte glauben, ein Hurrikan sei im Ansturm und alle müssten sich noch schnell mit Essbarem eindecken. Dass es einen Bedarf gibt, ist offensichtlich, Tankstellenshops haben an Sonntagen bereits eine Nahversorgungsfunktion übernommen.Interessant wird jedenfalls, was in Wien im Falle einer Sonntagsöffnung zur Tourismuszone erklärt wird. Denn sobald eine Grenze gezogen wird, wird ein unmittelbar daran angrenzendes Gebiet benachteiligt. Und wer sagt, dass nur die Innenstadt Tourismusgebiet ist? Was ist die Mariahilferstraße, Grinzing, der Wiener Prater? Auch nach Schönbrunn, auf die Donauinsel bzw. in die Donaucity, in den böhmischen Prater oder nach Neuwaldegg sollen sich schon Touristen verirrt haben. Und selbst Handelsbetriebe in Stammersdorf (Heurigenort), Oberlaa (Therme) oder Lainz (Tiergarten) könnten sich auf regen Tourismus berufen. Aber bis es zu einer gerechten und dem Bedarf entsprechenden Regelung kommen wird, wird noch viel Wasser die Donau runterrinnen – und damit auch Kaufkraft.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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