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Kommentar

23.02.2006
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Was sagen Ihnen die Namen Michelle Bachelet, Ellen Johnson-Sirleaf, Tarja Halonen und Angela Merkel? Sie alle kümmern sich seit kurzem (oder längerem) um die Staatsagenden bedeutender Länder: Chile, Liberia, Finnland und die Bundesrepublik Deutschland.

Hut ab, meine Damen, Sie sind mit Sicherheit Pioniere in den obersten Etagen der Weltpolitik. Und es werden immer mehr hochqualifizierte Frauen, die sich in das Gehege der Mächtigen wagen.
Kein Wunder, werden Sie jetzt sagen, dass eine Frau über ein Frauenthema schriebt. Stimmt! Es begeistert mich nämlich einfach als „Zuschauer“, dass das weibliche Geschlecht es immer mehr schafft – trotz manchmal merkwürdiger Anspielungen ihrer männlichen Kollegen – den Weg in die Weltpolitik und Weltwirtschaft anzutreten. Es sollte zur Normalität werden. Denn eine Sache ist seit Jahrzehnten die normalste der Welt: dass der „operative“ Lebensmittelhandel fest in den Händen von Frauen ist. Von 550.000 Beschäftigten im Handel sind mehr als die Hälfte Frauen, im Einzelhandel sogar zwei Drittel. Nicht zu vergessen die vielen selbstständigen Kauffrauen, die in Österreich die Nahversorgung und somit die Nähe zum Konsumenten mit aller Kraft aufrecht erhalten. Frauen sind nicht die besseren Männer oder versuchen ihren Mann zu stehen, wie so manche Sprichworte gar so weise zitierten. Sie leisten einfach sehr gute Arbeit, wie auch sehr viele Männer, nur bekommen sie nicht immer die Anerkennung, die ihnen gebührt. Sie wollen auch nicht beweisen, dass sie etwas Besseres sind und laufend in den Wettbewerb treten, sondern sie wollen einfach gleich behandelt werden. Ich denke, dass die Rolle der oben erwähnten Staatsfrauen ein gutes Beispiel dafür ist, dass wir den richtigen Weg gehen – sowohl im kleinen als auch im großen Geschäft.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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