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Kommentar

22.06.2006
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Vom 9. Juni bis zum 9. Juli werden an den Abenden die Straßen wie leergefegt erscheinen. Ich denke, ich brauche nicht mehr zu sagen, warum. Oder vielleicht nur ein Wort: Österreich ist nicht dabei!

Trotzdem boomt alles, was mit Fußball nur irgendwie zusammenhängt, die Industrie versuchte in den vergangenen Monaten mit ihren Marken und Produkten nur den kleinsten gemeinsamen Nenner mit dem „runden Leder“ zu finden, um dabei zu sein. Das beginnt bei Snack- und Bier-Promotions im Handel, geht über Tischfußball in Waschmittelboxen, T-Shirts mit allen erdenklichen Aufdrucken und nicht zuletzt sogar Vodoo-Puppen, um den gehassten Gegner auszubooten. Wettbüros und private Wetten stehen an der Tagesordnung. Mit nur ein paar Euro ist man dabei und kann sich bei guter Analyse im Vorhinein (also Erraten des Siegers im Nachhinein) eine goldene Nase „erwetten“. Auch da ist man live und aktiv dabei.Die Fußball-WM ist seit Jahrzehnten das medienwirksamste Ereignis unserer Zeit. Und damit Österreich auch nur ein bisschen dabei ist, machen wir eben bei diesem Medienrummel gerne mit – erfolgreich, wie man sieht. Die Umsatzprognosen erwarten eine Steigerung bei den „einschlägigen Produkten“, und es sei ihnen von Herzen vergönnt. Denn wer solche Chancen nicht nützt, dem wäre wirklich nicht mehr zu helfen.Schade, dass wir die ureigenste Funktion der Fußball-WM nicht erfüllen können: selbst als Mannschaft dabei sein, aber wie schon mancher kluge Mensch gesagt hat: „Du kannst aus einem Schwein kein Rennpferd machen“. Vielleicht klappt es ja in 4 Jahren in Südafrika und wir sind mittendrin. Diesmal müssen wir uns eben noch damit zufrieden geben, als Zaungast dabei zu sein. Aber man soll die Hoffnung nie aufgeben!

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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