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Kommentar

04.10.2006
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Der Verkauf der Tiefkühlkost-Sparte Iglo ist über die Bühne gegangen und das Ergebnis hat – zumindest dem Anschein nach – strahlende Gesichter hinterlassen. Noch vor sieben Monaten war die Zukunft ungewiss. Damals stand fest: Die Tiefkühlkost-Sparte der Unilever wird nahezu europaweit verkauft – Käufer nicht bekannt – Interessenten mehr als genug. Und dann ging das Gerangel los: Obwohl die Unilever davon sprach, das Tiefkühlkost-Geschäft nur in Bausch und Bogen zu veräußern, meldeten sich zahlreiche Anwärter für die „reiche“ Braut Iglo in Österreich zu Wort. Jeder wollte sich mit ihr vermählen. Kein Wunder, denn die österreichische Iglo ist eine Parademarke und ein Vorzeigeunternehmen: Markenpflege vom Feinsten, regionale Verbundenheit bei den Produkten, gepaart mit internationaler Ausrichtung bei den Gerichten und ausgezeichnete Preispolitik.
Mit solch einem Lebenslauf einen Partner zu finden ist keine Hexerei. Und es wurde nun ein guter Partner, denn der Finanzinvestor Permira hat das Rennen gewonnen und die Marken Iglo und Birds Eye in sein Portfolio aufgenommen. Für viele war die Enttäuschung groß, dass kein Unternehmen per se die neue „Iglo-Mutter“ wird, doch für Iglo selbst ist es mit Sicherheit eine weise Entscheidung.
Ein Konzern, der sich mit Marken für den Lebensmittelhandel und deren Produktion beschäftigt, hätte Iglo möglicherweise seinen Stempel aufgedrückt und die Marke in seine Rahmen pressen wollen. Ein Finanzinvestor lässt hier wahrscheinlich mehr Freiraum, solange die Ergebnisse stimmen. Und wer noch immer zweifelt: Iglo ist für uns Österreicher – vor allem meiner Generation – wohl ewig verbunden mit Fischstäbchen, Marchfeldgemüse, Cremespinat, Erbsen und „Iss was G’scheits“. Keinem ist wirklich aufgefallen, dass die Marke schon lange nicht mehr in heimischer Hand war. Und so wird es hoffentlich auch in Zukunft bleiben: Egal, wem Iglo gehört, es wird in der Emotion immer „österreichisch“ bleiben.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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