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Kommentar

08.11.2006
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Mit dem Goldenen Merkur werden seit nunmehr 30 Jahren jene Kaufleute, Filialleiter und Unternehmer ausgezeichnet, die mit persönlichem Einsatz ihren Job als Einzelhandelskaufmann oder -kauffrau wahrnehmen: im Sinne des Kunden, der Qualität der Produkte und natürlich nicht uneigennützig im Sinn eines guten Umsatzes. Dazu benötigt man nicht nur ein „G’schpür“, wie man so schön in Österreich sagt, sondern auch eine adäquate Ausbildung. Und genau da tauchen die ersten Probleme auf.

Wie Sie in einem Bericht in dieser Ausgabe lesen werden, herrscht im Lebensmittelhandel ein Bildungsnotstand. Schuld daran ist laut Meinung der Gesellschaft die Berufsschule, was aber in Wahrheit völliger Nonsens ist, denn die genannten Wissenslücken, wie etwa einfache Prozentrechnungen, gehören bereits in den Lehrplan der Volksschule. Wie soll ein Schüler Spaß an seinem Job als Kaufmann haben, wenn er nicht einmal das Einmaleins richtig beherrscht? Geschweige denn: Welchen Job außer Regalschlichter kann man einem Lehrling geben, wenn er nicht weiß, was ein Rabatt ist.
Hier ist es leider traurige Tatsache, dass man mit noch soviel Herz für den ­Kunden, aber einer schlechten Ausbildung den Berufswunsch Einzelhandelskaufmann nur mit äußersten Mühen erfüllen wird können. An dieser Stelle muss an die neue Regierung (wer ­immer sie stellen wird) appelliert werden: Es besteht enormer Handlungsbedarf!
Zum Glück gibt es in Österreich Menschen, deren Ausbildung und Grundeinstellung zum Job es uns ermöglichen, zahlreiche Kandidaten für den Goldenen Merkur zu finden. Sie haben alle Charisma, sind besonders ehrgeizige Personen, die das Herz am rechten Fleck tragen. Sie scheuen keine Mühe, um für ihre Kunden das Beste zu geben, egal ob auf 70 m2 oder auf 2.500 m2.
Diese Sieger als Vorbilder zu nehmen und von ihren Erfahrungen zu lernen, wäre die genau richtige Annäherung unserer Gesellschaft zum Beruf „Kaufmann oder Kauffrau“.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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