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Kommentar

19.12.2006
Es ist nicht unmöglich einen Vertrauensbruch wieder gut zu machen. von Gabriele Jiresch

Angebot und Nachfrage
Was haben wir in den vergangenen Monaten nicht alles von Nachhaltigkeit und Regionalität gehört. Eingeschworene Versprechen, dass man vermehrt auf die Güte und Qualität von Lebensmitteln in Österreich achtet. Und parallel findet man einige der übelsten Berichte über das, was wir essen.

Wir essen vieles, ohne zu wissen, was tatsächlich drinnen steckt und sind verblüfft, wenn Skandale aufgedeckt werden: Gammelfleisch (zur Erinnerung: Das gab es auch in Österreich), Genmanipulierten Reis (auch der war in den Regalen zu finden) und mit Stechapfelsamen verunreinigte Hirse.
Es ist eine Vertrauensfrage und gleichzeitig ein nicht enden wollender Kreislauf: Die Industrie vertraut dem Erzeuger, der Handel dem Hersteller und der Verbraucher dem Handel. Wo fängt das Desaster also an und wo endet es? In jedem Fall mit einem ordentlichen Vertrauensbruch!

So schmerzhaft das für große Unternehmen klingt, hier ist die Chance für kleine Anbieter, die jahrelang im Dunklen agierten. Nun erkennt man, dass Qualität auch kostet, und man beginnt als Konsument auch wieder gerne mehr Geld auszugeben. Das jüngste Beispiel ist das Projekt „A Faire Milch“: Durch den Kauf der Milch mit der roten Kuh „Faironika“ auf der Verpackung unterstützt der Konsument nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern er hat auch die Gewissheit, dass diese Milch mit Dauergrünland in Österreich produziert und abgepackt wird. Selbstverständlich nicht für alle, aber für viele Konsumenten ein Argument, mehr für die Milch zu zahlen.
Und so erweitert sich der Kreis jener, die erkennen, dass man mit ehrlichen Produkten auch noch Geld machen kann – nebenbei der Region einen Vorteil bringt und auch noch das Wohlbefinden fördert. Aber den wichtigsten Punkt habe ich noch nicht erwähnt: jenes Vertrauen, das in den letzten Jahren der „Geiz ist geil“-Zeit verloren gegangen ist, kann wieder aufgebaut werden. Wir sprechen hier von positiver Langzeitwirkung, die den Erzeugern (europaweit), den Herstellern und dem Handel wieder Mut macht.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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