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Was die Konjunkturerwartungen betrifft, war Europa laut GfK-Erhebung zweigeteilt.

Konjunkturaussicht in Österreich verschlechtert

30.04.2014

Die Konjunkturerwartung in Europa hat den höchsten Wert seit 2009 erreicht. Der positive Konjunktur-Trend des 4. Quartals 2013 fand allerdings keine Fortsetzung in Österreich. Positiv bleiben lediglich die Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung.

Steigende Konjunkturaussichten im Europa der EU-28, ein uneinheitliches Bild in Österreich – so lassen sich die Ergebnisse des GfK-Konsumklima-Index Österreich im ersten Quartal 2014 zusammenfassen. Gegenüber Dezember sank die Konjunkturerwartung um 10 Punkte auf -5 Punkte (von insgesamt theoretisch +/- 100 Punkten). „Erstmals seit Mitte 2013 sank die Konjunkturstimmung in Österreich in den negativen Bereich ab. Ganz anders hingegen entwickelt sich der Rest Europas, hier ist eine konstanter Aufwärtstrend messbar“, so Paul Unterhuber von der Sozial- und Organisationsforschung der GfK Österreich.
Die Erholung der Wirtschaft in der Europäischen Union nimmt wieder Fahrt auf. Im gesamten letzten Jahr ist sie laut Eurostat mit 0,1 Prozent noch kaum gewachsen. Für das laufende Jahr rechnen Experten jedoch wieder mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in den 28 EU-Staaten von 1,3 Prozent. Dies sei laut GfK auf das sich aufhellende weltwirtschaftliche Umfeld zurückzuführen. In den meisten der beobachteten EU-Länder wuchs das BIP sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahr. Lediglich die Krisenstaaten Griechenland und Italien hatten Ende 2013 noch einmal ein Minus im Vergleich zum Vorquartal zu verkraften. In Italien ist die Wirtschaft im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht um 0,1 Prozent gewachsen.

Der Optimismus, der sich inzwischen bei vielen europäischen Verbrauchern festigt, ist somit durchaus gerechtfertigt. In fast allen hier dargestellten Ländern zeigen die Indikatoren Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Anschaffungsneigung nach oben. In vielen Ländern erreichen sie Werte wie seit Jahren nicht mehr. Auch der Konsumklima-Index für die EU (28 Länder) steigt. Im März lag er bei 8,4 Punkten. Das ist ein Anstieg um 0,8 Punkte im ersten Quartal dieses Jahres und der höchste Wert seit April 2008. Vor genau einem Jahr lag er noch bei -3,3 Punkten.

Österreich: Stimmung ist uneinheitlich
In Österreich zeigt sich nach wie vor ein uneinheitliches Bild. Die Konjunkturerwartung ist seit Dezember um rund 10 Punkte gesunken und liegt derzeit bei - 5 Punkten. Auch im Vergleich mit den Daten von März 2013 ist ein Rückgang zu verzeichnen. Damals lag der Indikator mit + 1 Punkt leicht im positiven Bereich.
Die Einkommenserwartung hingegen ist im ersten Quartal um rund 7 Punkte auf 10 Punkte im März gestiegen. Im Vergleich mit März letzten Jahres steht ein leichtes Plus von 2,4 Punkten zu Buche.
Die Anschaffungsneigung liegt mit 9 Punkten knapp über dem Wert von Dezember (8 Punkte). Allerdings war der Indikator im Januar auf 0,5 Punkte abgerutscht. „Auch wenn es derzeit wieder nach einem leichten Aufwärtstrend aussieht, hat er im Laufe der letzten zwölf Monate knapp 9 Punkte eingebüßt. Die gute Laune der Konsumentinnen und Konsumenten, die in Österreich über viele Monate angehalten hat, lässt angesichts der Konjunkturaussichten und der steigenden Arbeitslosenzahlen langsam nach“, so Unterhuber abschließend.

Zur Studie
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der internationalen Ausweitung der Studie GfK-Konsumklima MAXX und basieren auf Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission in allen Ländern der Europäischen Union monatlich durchgeführt werden. Das GfK Konsumklima Europa gibt einen Überblick über die Entwicklung von Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie der Anschaffungsneigung der Konsumenten in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien und der Tschechischen Republik . Diese zwölf Länder umfassen rund 80 Prozent der Bevölkerung der 27 EU-Staaten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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