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Konkurrenz für Agrana

11.06.2018

Der österreichische Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana bekommt starke Konkurrenz in Ungarn, im Bereich der Maissirup-Produktion.

Die Agrana-Tochter Hungrana hat auf dem ungarischen Markt bisher den größten Marktanteil. Das 50-50 Prozent Joint Venture von Agrana und der US-amerikanischen Nahrungsmittelgruppe ADM erzeugt in Mittelungarn Stärke, Isoglukose (Maissirup), Alkohol und weitere Produkte aus landwirtschaftlichen Rohstoffen. Im dem Betrieb wird ein Drittel des europäischen Isoglukosebedarfs hergestellt, insgesamt 250.000 Tonnen Mais-Flüssigzucker für die Nahrungsmittelindustrie. Dabei verarbeitet Hungrana rund 15 Prozent der ungarischen Maisproduktion.

Mit dem Einstieg des zweitreichsten ungarischen Geschäftsmanns in das ungarische Isoglukose-Business taucht jetzt ein großer Mitbewerber am Markt auf. Lorinc Meszaros, ein Vertrauter Viktor Orbans, hat über seine börsennotierte Holding, Opus Global, eine Mehrheit von 75 Prozent an dem Zuckersirup-Hersteller Kall Ingredients erworben. Das Unternehmen ist einer der größten Nahrungsmittelproduzenten im Land und erzeugt aus Getreide u.a. Isoglukose, Rohstoffe für Futter, Nahrungsmittel und die Pharmaindustrie. Der ungarische Konkurrent verfügt aber nur über eine Maisverarbeitungskapazität von jährlich 500.000 Tonnen, während der Agrana-Betrieb eine Million Tonnen Mais pro Jahr verarbeiten kann.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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