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Konsumentenvertrauen weltweit

06.09.2006

Das Vertrauen der Verbraucher in ihre Volkswirtschaften und den Arbeitsmarkt, sowie ihre Zuversicht betreffend persönliche finanzielle Situation in den nächsten 12 Monaten blieb im letzten halben Jahr weltweit stabil.

Dies zeigt der 2005 von ACNielsen gestartete Consumer Confidence Index, der im internationalen Durchschnitt von 92 Punkten im Mai 2005 auf 98 Punkte im November zulegte und nun im Juni 2006 stabil blieb. Für seine globale Online-Studie befragte das führende Marktforschungsunternehmen ACNielsen im November 2005 per Internet über 21.000 Verbraucher in 44 Ländern.

Am meisten Optimismus demonstrieren die Konsumenten in Nordamerika (Indexwert 107 Punkte), während Europa mit einem Wert von 93 Punkten das Schlusslicht bildet (siehe Abbildung 1). In Österreich erreicht der Consumer Confidence Index 90 Punkte und liegt damit unter dem europäischen Schnitt. Im Vergleich zur Untersuchung im November 2005 jedoch konnte Österreich um 5 Punkte zulegen.

Österreicher mit gestiegenem Wert, aber weiter im untersten Drittel. Österreich liegt mit seinem Wert von 90 weltweit zwar weiter im unteren Drittel des Rankings, die Tendenz war jedoch seit der Untersuchung im November 2005 (Index 85) steigend. Die Steigerung war in allen drei dem Index zugrunde liegenden Faktoren, wie der Einschätzung der Jobaussichten, der persönlichen Finanzen, sowie der Kaufneigung zu beobachten, am stärksten jedoch bei den Jobaussichten. Trotz der gestiegenen Werte liegt Österreich damit in den Faktoren Jobaussichten und persönliche Finanzen immer noch unter den pessimistischsten 10 Nationen weltweit. So geben 60 % der Österreicher an, dass sie diese für die kommenden 12 Monate als "schlecht" bzw. "nicht so gut" einstufen, damit liegt Österreich sehr stark über dem globalen Wert von 47 %. Die persönliche Finanzlage wird von 44 % als "schlecht" bzw. "nicht so gut" eingestuft (Durchschnitt: 43 %). Betreffend der Frage, ob die nächsten 12 Monate ein günstiger Zeitpunkt für Anschaffungen seien, schätzen 64 % der österreichischen Befragten dies als negativ ein (weltweit 60 %).

"Trotz gestiegener Werte, in allen drei dem Index zugrundeliegenden Faktoren, geben sich die Verbraucher in Österreich im internationalen Vergleich - trotz teilweise anderslautender Wirtschaftsdaten - weiterhin pessimistischer als die meisten anderen Nationen. Hauptgrund dafür ist die Einschätzung der Österreicher zu den Jobaussichten, wo wir deutlich unter dem internationalen Schnitt liegen" erläutert Mag. Martin Prantl, Geschäftsführer ACNielsen Österreich, die österreichischen Ergebnisse.
Europa hinkt weltweit nach, in einigen Ländern jedoch erste Anzeichen der Erholung
Europa liegt mit seinem Index-Wert fünf Punkte unter dem internationalen Durchschnitt. Seit der letzten Befragung im November 2005 stieg der Wert jedoch in 15 von 21 Ländern, wobei der größte Anstieg in Norwegen, Dänemark, der Schweiz, den Niederlanden und Griechenland zu beobachten ist. Auch der österreichische Wert zeigt einen positiven Ausschlag nach oben von 5 Punkten auf 90 (siehe Abbildung 4). Auch bei den wichtigen EU Ländern Großbritannien (+2 Punkte), Italien (+3 Punkte) und Spanien (+7 Punkte) zeigte sich ein positiver Trend. Schlecht hingegen mit negativem Trend ist weiterhin die Stimmung in Deutschland.

Mag. Martin Prantl, Geschäftsführer ACNielsen Österreich, zu den Europa - Ergebnissen der Befragung: "Auch in Europa sehen die Konsumenten Licht am Ende des Tunnels: So hat das Verbrauchervertrauen in der Hälfte der 20 untersuchten Länder zugenommen. In der Rangliste der vertrauensstärksten Nationen in Europa wurde der bisherige Spitzenreiter Irland von Norwegen und Dänemark abgelöst, wo die Hoffnungen auf bessere Berufsaussichten in den letzten Monaten enorm gestiegen sind. Das Verbrauchervertrauen von Österreich und Deutschland rangiert im europäischen Vergleich im unteren Drittel, Schlusslicht bildet Portugal."

Norweger und Dänen sehen die Welt in den Bereichen Jobaussichten, persönliche Finanzen und Konsumneigung am optimistischsten. Jeder 3. Norweger (33 %) und jeder 5. Däne bezeichnet die Jobausichten "Exzellent". Dies tun auch 24 % der Iren (Im Vergleich dazu meinen dies nur 2 % der Österreicher). 83 % der dänischen und 80 % der norwegischen Konsumenten beschreiben ihre persönlichen Finanzen als " gut" oder "exzellent". Auf die Frage, wie man den momentanen Zeitpunkt für den Erwerb von Dingen einschätze, gaben fast 3/4 der Dänen und knapp 2/3 der Norweger an, dass sie diesen als "gut" oder "exzellent" einstufen.
Schweizer Konsumenten scheinen sich ebenfalls in Kauflaune zu befinden, 57 % gaben an, dass derzeit ein guter oder exzellenter Zeitpunkt sei, um Neuanschaffungen zu tätigen. Damit liegen sie im weltweiten Ranking für diese Frage an 4. Stelle, fast gleichauf mit den Belgiern, wo jeder 2. Konsument dies meinte.

Im Gegensatz dazu bleiben die Portugiesen mit Abstand Europas pessimistischste Nation, was aufgrund der vorliegenden Wirtschaftsdaten auch nicht verwundert. Zwei von fünf Portugiesen (38 %) sagen, dass Jobaussichten "schlecht" seien und 89% geben an, dass derzeit nicht der Zeitpunkt für Konsumausgaben sei.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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