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Die Ausgaben der Österreicher für Kosmetikprodukte lag 2016 bei 1,6 Milliarden Euro

Kosmetik transparent-Studie: Gepflegt sein hat hohen Stellenwert

08.06.2017

Im Jahr 2016 gaben die Österreicher rund 1,6 Milliarden Euro für Haut- und Körperpflegeprodukte aus. Quer durch die meisten Produktsegmente gab es ein moderates Wachstum. Diese Entwicklung soll sich in den nächsten Jahren fortsetzen.

Rund 1,6 Milliarden Euro haben die Österreicher laut Kosmetik tranparent im vergangenen Jahr für Pflege ausgegeben. „Gesichts- und Körperpflege haben einen hohen Stellenwert in unserem Land“, betont Stefan Kukacka, Sprecher von Kosmetik transparent. Den größten Umsatz macht der Bereich Haare mit 324 Millionen, gefolgt von Hautpflege (330 Mio.) und Duft/Deo Damen (270 Mio.). An vierter Stelle liegt die dekorative Kosmetik (208 Mio.), vor der Zahnpflege (200 Mio.), dem Bereich Bad und Dusche (180 Mio.), der Männerkosmetik (86 Mio.) und der Sonnenpflege (45 Mio.).

Umsatztreiber Anti-Aging-Segment

Als eine der größten Produktgruppen erzielte die Gesichtspflege (Teil des Bereichs Hautpflege) einen Absatz von fast 260 Millionen Euro. Damit gaben die Österreicherinnen 2016 fast um sechs Millionen Euro mehr für die Pflege ihrer Gesichtshaut aus als im Jahr davor. In den kommenden fünf Jahren soll der Umsatz sogar auf fast 305 Millionen Euro steigen. Die Wachstumsimpulse im Bereich Gesichtspflege führt Stefan Kukacka unter anderem auf das Anti-Aging-Segment und seinen Produktinnovationen zurück. So schätzen Frauen ein Serum, das hochkonzentrierte Wirkstoffe enthält, immer häufiger als fixen Bestandteil ihrer täglichen Gesichtspflege. Jüngere Frauen verwenden Anti-Aging-Produkte, um Faltenbildung und Pigmentflecken vorzubeugen. Auch die Gesichtsreinigung in der Früh und am Abend setzt sich in der Pflege durch. Die beliebtesten Produkte für die Augen- und Gesichtsreinigung sind Make-up-Entferner, Feuchttücher, Waschgel und Reinigungsmilch. Dynamisch entwickelt sich auch das Segment „unreine Haut“. Gutes Aussehen gibt den Jugendlichen das Gefühl sozialer Akzeptanz und der Sicherheit und Kontrolle. Deshalb investieren Jugendliche mehr in ihr Aussehen als früher.

Für Selbstbewusstsein und Persönlichkeit

Rund 208 Millionen Euro war den Österreicherinnen im vergangenen Jahr Make-up,
Lippenstift, Wimperntusche und Co wert. Bis 2021 soll der Markt für dekorative Kosmetik auf nahezu 238 Millionen Euro wachsen. 42 Prozent der Österreicherinnen schminken sich täglich und tun dies, weil sie sich damit wohler, gepflegter und selbstbewusster fühlen. Für manche gehört es einfach dazu. 32 Prozent schminken sich immerhin ein- bis sechsmal pro Woche. Sieben Prozent greifen ein- bis mehrmals pro Monat zu dekorativer Kosmetik. Zwei Drittel der Österreicherinnen wollen auf ihre Wimperntusche nicht verzichten. Für ein weiteres Drittel sind der Kajal und das Make up besonders wichtig. Zu Lippenstift (23 Prozent) und Lidschatten (17 Prozent) greifen deutlich weniger. Dass das Schminken nicht eine ausschließliche Domäne der Frauen ist zeigt, dass knapp jede vierte Frau Männer kennt, die sich zumindest dezent schminken. Männer setzen dabei auf Concealer, Nagelpflegeprodukte und Lipgloss.

Wachstumsbereich Männerpflege

Der Männerpflegemarkt (Rasur, After-Shaves, Bad, Dusche, Deo, Haare und Gesicht) ist von 85,5 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 86 Millionen Euro gestiegen. Besonders wachstumsstark sind die Bereiche Haarpflege und –styling. Bis zum Jahr 2021 soll der Männerpflegemarkt auf rund 96 Millionen Euro anwachsen. „Männer suchen immer stärker Produkte, die ihre Persönlichkeit unterstreichen. Das Qualitätsbewusstsein der Männer und der individuelle Anspruch bestimmen die Produktwahl. Die Erwartungen an die Körperpflege entwickeln sich rasant und reichen über die traditionelle Gesichtspflege weit hinaus. Der Trend geht zur Körperrasur“, meint Kukacka.

Deo besonders bei der Jugend gefragt

Drei Viertel der Österreicher verwenden täglich ein Deodorant. Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 21 Jahren benutzen sogar 83 Prozent täglich oder sogar mehrmals täglich ein Deodorant. Ein Deodorant zählt laut Studie auch zu den wichtigsten Produkten der Jugend, um das Selbstwertgefühl zu schützen und zu stützen. Rund 75 Millionen Euro wurden dafür im Jahr 2016 ausgegeben, um 2,2 Millionen Euro mehr als 2015. Für das Jahr 2021 wird ein Absatz von mehr als 91 Millionen Euro erwartet.

Haarpflegemarkt auf hohem Niveau

Die Ausgaben für Shampoos lagen 2016 bei mehr als 70 Millionen Euro. Bis 2021 soll der Markt über 82 Millionen Euro betragen. Auch die Prognosen für Conditioner und 2-in-1-Produkte sind optimistisch. Neue Technologien für strapaziertes und geschädigtes Haar sorgen für Nachfrage. Einen Rückgang von rund 2,6 % auf rund 73 Millionen Euro hingegen verzeichnet der Absatz von Styling Produkten. Als Grund dafür kann der Trend zu „natürlichem Styling“ gesehen werden. Ein Drittel der Österreicherinnen färbt regelmäßig selbst die Haare. Dementsprechend konstant präsentiert sich der Markt für Haartönungen und –färbemittel. Rund 125 Millionen Euro gaben die Österreicherinnen im Jahr 2016 dafür aus.

Bad, Dusche und Zähne weiterhin stark

Weiterhin stark behaupten sich die Märkte für Bad und Dusche mit rund 180 Millionen Euro. Neue Formate und Varianten schafften Kaufanreize. Sieben von zehn Österreichern putzen zumindest zwei Mal täglich ihre Zähne. Für Zahnpflegeprodukte wie Zahnpasten, (elektrische) Zahnbürsten und Zahnseide gaben sie im Vorjahr rund 200 Millionen Euro aus.

Die großen Trends für 2017

„Wir erwarten, dass sich 2017 der Trend zu Premiumprodukten weiter fortsetzen und das Marktwachstum vorantreiben wird“, so Kukacka. Die gezielt Ansprache von relevanten Konsumentenbedürfnissen ist dabei die Grundlage für erfolgreiche Innovationen.

  • Im Bereich Gesichtspflege steht die optimale Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit im Vordergrund sowie ihr Schutz vor lichtbedingter Hautalterung. Im Trend liegen Masken, die Reinigung mit Mizellenwasser sowie Produkte, die man aus dem Kosmetiksalon kennt: Reinigungsbürsten oder Laser-Geräte zur dauerhaften Haarentfernung.
  • Haarpflege und Duschbäder mit natürlichen Inhaltsstoffen wie z.B. Ton-Erde und Ölen. Gefragt sind rasch einziehende und zart duftende Lotions zur Körperpflege sowie neue Formate für Duschbäder wie Reinigungs-Mousses.
  • Männerkosmetik mit Kohle-Produkten, Bart-Ölen und Körperrasur
  • Sonnenschutz für unterwegs in praktischen Kleinformaten, Sprühaufsätze sowie Produkte mit Zusatznutzen wie Schutz & Frische oder Schutz & Bräune.
Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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