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Kotanyi schafft Umsatzplus trotz Währungskrise

16.04.2018

Der Gewürzproduzent Kotanyi darf sich über ein erfolgreiches Jahr 2017 freuen. Das Umsatzplus ist vor allem durch das osteuropäische Exportgeschäft gestiegen. Aber die Russland-Sanktionen könnten genau das zum Sorgenkind machen. Damit steht Kotanyi nicht alleine da.

Nach Jahren der steigenden Rohstoffpreise und der großen "Convenience"-Welle hat sich die Situation 2017 etwas entspannt: Mit einem Umsatzplus von 4,6 Prozent auf 157 Millionen Euro blickt Kotanyi auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Das Hauptgeschäft macht der Gewürzhersteller in Österreich im Lebensmittelhandel (70 Prozent des Umsatzes), gefolgt von Gastronomie (27 Prozent) und Lebensmittelindustrie (3 Prozent).

Das große Wachstum erreichte Kotanyi durch das Geschäft im Ausland- vorwiegend in Osteuropa. Der Exportanteil der Niederösterreichischen Firma liegt bei 71 Prozent. Die Palette umfasst bis zu 300 verschiedene Gewürze, die in über 20 Länder, wie Brasilien, Taiwan oder Südkorea geliefert werden. Weißrussland und Kasachstan sollen heuer neu dazukommen.

Der Rubel rollt bergab

Besonderer Wachstumstreiber waren neben Tschechien und Rumänien vor allem Russland. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr von 30 auf 35 Mio. Euro (+16%), das entspricht einem Fünftel des Gesamtumsatzes. Mittlerweile ist Russland für Kotanyi der wichtigste Einzelmarkt, abgesehen von Österreich. Genau hier liegt aber das Problem, denn die Talfahrt des Rubels bereitet der Firma Sorgen. Vor zwölf Monaten kostete 1 Euro rund 60 Rubel, heute sind es 75 Rubel - dadurch haben sich Importprodukte um 25 Prozent verteuert. "Wenn die Währung so runtergeht, das hat für uns natürlich schon massive Auswirkungen", sagte Erwin Kotanyi, Chef und –Eigentümer des Unternehmens. Die Lage wird dadurch erschwert, dass man gerade am empfindlichen osteuropäischen Markt die Preise nicht einfach erhöhen kann. Denn Markenkäufer würden sich dann abwenden und stattdessen Billigprodukte kaufen.

Auch Süßwarenproduzent Manner ist vom Wertverlust der russischen Währung betroffen. Durch Listungsrrfolge seiner Distributionspartner konnte der Traditionsbetrieb in Russland im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von rund 15 Prozent erwirtschaften. Allerdings hält sich das Risiko in Grenzen, da das Gesamtniveau der Exporte von Manner nach Russland im niedrigen Bereich liegt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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