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Echte Unikate: Künftig bietet HOFER unter dem Namen „Krumme Dinger“ Obst und Gemüse mit untypischem Aussehen.

„Krumme Dinger“ bei Hofer

13.08.2018

Hofer setzt sich jetzt noch stärker gegen Lebensmittelverschwendung ein. Deswegen gibt es ab sofort „schiefe“ Gurken, „verbeulte“ Paprika & Co. unter der Marke „Krumme Dinger“. Rewe startete schon 2013 eine Initiative dieser Art, die bei den Kunden gut ankommt.

Jährlich werden in Österreich große Mengen Lebensmittel aussortiert und gelangen nicht in die Supermarkt-Regale, weil sie den handelsüblichen Kriterien für Form und Wuchs nicht entsprechen. Den gängigen Obst und Gemüse-„Schönheitsidealen“ zum Trotz erweitert Hofer ab sofort das Angebot mit Lebensmittel mit optischen Besonderheiten, als sogenannte „Krumme Dinger“. Kunden müssen keine Angst haben auf den guten Geschmack der Produkte verzichten zu müssen, denn ins Sortiment gelangt nur jenes Obst und Gemüse  das qualitativ einwandfrei ist.  Feldgurken, Zucchini sowie Tomaten- und Paprikararitäten in Bioqualität zählen aktuell zu dem anders aussehenden Angebot des Lebensmittelhändlers. In Zukunft soll dieses Sortiment aber noch weiter ausgebaut werden. Die „Krummen Dinger“ sind deutlich gekennzeichnet, damit sich Kunden bewusst für diese Alternativen im Obst- und Gemüseregal entscheiden können.

Bei Hofer schmeckt’s restlos

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ engagiert sich Hofer schon länger für eine optimale Lebensmittelverwertung. Mit dem Start des Leuchtturmprojekts „Mir schmeckt’s restlos“ im Jahr 2014 wurden einige Maßnahmen dafür entwickelt. Zum Beispiel achtet die Handelskette auf punktgenaue Mengenplanung. Restmengen und Produkte werden bis zum Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums mit einem Sticker gekennzeichnet und preisvergünstigt angeboten. Zusätzlich wird auf ein Sortiment mit hoher Warendrehung geachtet. Das heißt es werden Produkte angeboten, die sich rasch gut verkaufen. Außerdem passiert die Bestellung der Waren nicht mittels Computersystem, sondern von Hand durch erfahrene Mitarbeiter, um  Überschüsse zu vermeiden. Auch auf Mengenrabatte (z.B.: „Nimm 3 Produkte, zahl 2“) wird verzichtet, denn wer zu viel kauft, lässt auch mehr übrig.

Rewe mit Vorbildfunktion

Bei Rewe (Billa, Merkur, Adeg) gehört optisch nicht perfekt geratenes Obst und Gemüse zu günstigeren Preisen schon seit fünf Jahren zum Sortiment. Äpfel, Karotten, Gurken und Erdäpfel aus Österreich machten 2013 den Anfang. 2016 wurden bereits 18 Obst- und Gemüsesorten angeboten, die besonders gut zum Kochen und weiterverarbeiten geeignet sind. Der Erfolg gibt dem Konzern recht, denn allein 2016 wurden rund 3,3 Millionen "Wunderlinge" verkauft – das entspricht einer Menge von mehr als 7.000 Tonnen Obst und Gemüse, die nicht entsorgt oder minderwertig verwertet werden musste.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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