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KSV –Studie: Aufwind für heimische Wirtschaft und Zahlungsmoral

23.08.2017

Die aktuellen Ergebnisse einer Umfrage des KSV 1870 bestätigen die optimistischen Prognosen der heimischen Wirtschaftsforscher. Neben der Wirtschaft geht es auch mit der Zahlungsmoral der Österreicher bergauf. 

„Alle zeichen stehen auf Aufschwung“, so  Ricardo-Jose Vybiral, Vorstand des Gläubigerschutzverbandes KSV. Erstmals in der Geschichte der KSV-Befragungen erwartet keine der heimischen Firmen, die zwischen 301 uns 500 Mitarbeiter beschäftigen einen rückläufigen Umsatz, 67 Prozent berichten sogar von steigenden Umsätzen (+35% zu 2016).

Eine schlechte Geschäftslage sehen derzeit nur 6 Prozent der Firmen (voriges Jahr: 10 Prozent). Befriedigend nennen 31 Prozent die Lage (37 Prozent) und gut oder sehr gut ist sie für 63 Prozent (53 Prozent). Wenig überraschend: Je größer der Umsatz, desto öfter sehen die Firmen eine gute bis sehr gute Geschäftslage. Bei einem Umsatz von mehr als 50 Mio. Euro sind es 79 Prozent, bei einem Umsatz von weniger als 2 Mio. Euro sind es 60 Prozent.

Positive Zahlungsmoral

Für den Aufschwung spricht auch die allgemeine Zahlungsmoral. Knapp zwei Drittel der Firmen stellen eine unverändert gute Disziplin im Zahlungsverhalten ihrer Firmenkunden fest. 14 Prozent sprechen von einer Verbesserung. Besonders vorbildlich bei den Gebietskörperschaften sind die Gemeinden, die am schnellsten zahlen (durchschnittlich binnen 30 Tagen). Am langsamsten zahlt noch immer der Bund, der im Schnitt etwa 37 Tage braucht, um seine Rechnungen zu begleichen.

Im Vergleich dazu zahlen Firmen im Durchschnitt binnen 29 Tagen und Privatkunden binnen 17 Tagen. Diese Werte sind in den letzten 20 Jahren auf Grund von neuen Richtlinien stark zurückgegangen. Österreich liegt hier im Europavergleich auf Platz 2 hinter Deutschland mit 25 Tagen. Schlusslichter sind Italien (85 Tage), Griechenland (60 Tage) und Belgien (50 Tage). Der Europaschnitt liegt laut KSV 1870 derzeit bei 43 Tagen

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