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La Muhr oder die Liebe zu Delikatessen

28.06.2005

Seit mehr als 120 Jahren ist das Geschäft in Gmunden, Am Graben, bekannt für erlesene Lebensmittel. vor allem Käse. Vor eineinhalb Jahren hat Weingroßhändler und Caterer Karl Muhr das rund 70 m2 große Geschäft übernommen und verteidigt diesen Ruf mit Bravour.

Johann Brandstetter gründete bereits 1886 ein Kolonialwaren-Spezialitätengeschäft am Graben 15 in Gmunden am Traunsee. Während des ersten Weltkrieges wurde das ganze Salzkammergut mit Käse en gros und en détail beliefert. Seit 1977 war Peter Leeb Inhaber des Traditionsunternehmens, das an die 100 verschiedene Käsesorten und besonders ausgewählte Lebensmittel verkauft hat. Vor rund eineinhalb Jahren hat Karl Muhr, Weingroßhändler und Caterer aus Gmunden, das Geschäft übernommen.
Heute leitet Helmut Stadler, Jahrgang 1973, das rund 70 m2 große Geschäft, das in Gmunden zum Synonym für Feinkost avanciert ist. „Karl Muhr verfolgte damit ein klares Ziel, indem er die Frage beantwortet hat: Was passt besser zusammen als Käse und Wein? Daher haben wir Leebs Sortiment auch weitgehend übernommen und um unser umfangreiches Weinangebot und viele Schmankerln ergänzt“, erzählt der gelernte Koch Stadler. Seine Vorliebe für Wein und Käse hat ihn zum idealen Geschäftsleiter gemacht.
Hier ein Auszug aus dem Käsesortiment, der nicht nur Kenner mit der Zunge schnalzen lässt: Langres, Marc de Champagne, Trappe noix, aber auch Tiroler Emmentaler aus silofreier Rohmilch oder Vorarlberger Rohmilch-Camembert („Ländle Camembert“) machen die Auswahl nicht gerade einfach.
Stadler beweist seine Qualitäten als Vollblut-Verkäufer, der beispielsweise immer den passenden Wein oder Zusatzartikel zum geplanten Einkauf zu nennen weiß; eine Beratung, die von den Kunden sehr gerne angenommen wird und sich in Zusatzumsatz niederschlägt.

Das Weinsortiment schöpft aus dem Vollen. Die Vinothek am Stadtrand von Gmunden sorgt dafür, dass die edelsten Tröpferl verfügbar sind. Spezialisiert hat sich Muhr auf österreichische Weine. Die Etiketten im Weinregal lesen sich wie das Who-is-Who der Winzerbranche, z. B. Nittnaus, Umathum, Ott („der Veltlinerkönig für mich“, sagt Stadler), Gesellmann, Alzinger, aber auch italienische, australische und französische Weine sind zu haben.
„Hier im Geschäft verkaufen wir haupsächlich heimische Weine“, so Stadler, „aber wir verstehen uns auch als Nahversorger, zusätzlich zu unserer Spezialisierung.“ Brot und Milch, Wurst und Mehl, Zucker und Marmeladen gehören zum Stammangebot. Bekannte Namen blitzen daraus hervor: Staud, Zotter, Teigwaren von Luise Nöbauer, Schenkel und Sonnentor. Besondere Schmankerl: Trüffelöl, spanischer Rotweinessig, Basmatireis, Waldviertler Öl-Essenzen werden ideal ergänzt von frisch hergestellten Teigwaren wie z. B. Tortelloni, Gnocchi oder Tagliatelle, die Muhr direkt aus Italien bezieht; schmecken wie hausgemacht.
Gerne gekauft wird auch La-Muhr-Kaffee, eine spezielle Röstung feiner Arabica-Bohnen durch eine Gmundner Kaffeerösterei.
Beim Betreten des Geschäftes glaubt manch ein Kunde, die Zeit sei stehen geblieben: Die in Holz gehaltene Einrichtung lässt an den „guten alten Greißler“ denken. Auf ansprechende Präsentation der Waren legt Stadler besonderen Wert. So lockt in der Auslage ein prächtiges Stück San-Daniele-Schinken. Von Montag bis Freitag geben sich die Kunden von 8.30 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr die Klinke in die Hand, am Samstag ist von 8.30 bis 13 Uhr geöffnet.

„Unsere Kunden – vorwiegend Stammkunden – lehnen es ab, sich in ein Schema pressen zu lassen, das nur aus Begriffen wie Rewe oder Spar besteht. Die persönliche Bedienung und unser Ruf als Spezialist helfen, uns vom Supermarkt abzuheben“, betont Stadler. Klar, dass man bei La Muhr Am Graben auch per Kreditkarte zahlen kann.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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