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Die Vizepräsidenten Marco und Guiseppe Lavazza sowie CEO Antonio Baravalle (v. l.) bei der Pressekonferenz in Paris.

Lavazza übernimmt Carte Noire

14.03.2016

Für Lavazza ist jetzt Frankreich durch diese Übernahme der zweitgrößte Markt nach Italien, wie es in einer Aussendung heißt. Der Abschluss des Geschäfts wurde am 29. Februar 2016 unterzeichnet. „Wir wollen weiterhin in Wachstum investieren“, erklärte der CEO des Unternehmens, Antonio Baravalle, bei der Pressekonferenz in Paris. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich 2015 um 8 Prozent und überschritt damit die 1,4-Milliarden-Euro-Marke.

Durch die Übernahme von Carte Noire, einer führenden Marke auf dem französischen Kaffeemarkt, setzt Lavazza einen weiteren bedeutenden Schritt im internationalen Wachstum des Unternehmens mit dem Ziel, sich neben den wichtigsten Akteuren des Sektors in der jetzigen Phase der Marktkonsolidierung zu behaupten. Das ist die Strategie, die Lavazza – das italienische Kaffeeunternehmen – im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz zur Präsentation der Details der Transaktion vorstellte.

Das Top-Management von Lavazza erläuterte, dass die Vereinbarung mit der Jacobs Douwe Egberts (JDE) Gruppe am 29. Februar, nach Genehmigung durch die französische Wettbewerbsbehörde und die Europäische Kommission, sowie nach Abschluss des Informations- und Beratungsprozesses mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen, abgeschlossen werden konnte.

Senseo-Lizenz in Österreich

Die Transaktion umfasst die Übernahme der Marken und Geschäftszweige von Carte Noire im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR, dem die 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen angehören), im Detail sind das: Roast & Ground, ganze Bohne, Soft-Pads und Nespresso-kompatible Kapseln. Die Vereinbarung umfasst auch eine Fünf-Jahres-Lizenz für die Marke Senseo für Soft-Pads und Nespresso-kompatible Kapseln in Österreich. Davon nicht betroffen ist die Marke Tassimo und — mit der Einschränkung auf die ersten zwei Jahre — löslicher Kaffee sowie Produkte des Away-From-Home Vertriebskanals. Die Vereinbarung umfasst auch die Produktionsstätte Lavérune in der Region Languedoc-Roussillon Midi-Pyrénées, die dadurch Teil des globalen Produktionssystems von Lavazza wird, wo weiterhin die in der Vereinbarung erfassten Produkte hergestellt werden.

„Unter Beachtung des laufenden Konsolidierungsprozesses besteht unser Ziel darin, eine Größe zu erreichen, die uns in die Lage versetzt, eine noch bestimmendere Rolle auf dem Markt einzunehmen – unter gleichzeitiger Beibehaltung unserer Identität und Werte – und so eine auf Kaffee spezialisierte, unabhängige globale Gruppe schaffen, die auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig ist“, fügte der Lavazza CEO hinzu. Baravalle selbst sieht diese Größenordnung bei einer Umsatzschwelle von 2 Milliarden Euro, wobei der Anteil der ausländischen Märkte bei über 70 Prozent liegt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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