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Lebensmittel Einzelhandel

09.01.2004

Kreutzer Fischer & Partner erstellen in ihrer Studie „Home-Meal-Replacement“ Prognosen zur künfigen Entwicklung dieses Martsegments. Unter Home-Meal-Replacement (HMR) werden in der Studie alle warmen Speisen und Snacks verstanden, die nicht in den Geschäftsräumlichkeiten des Gastronomie- oder Handelsbetriebes verzehrt werden. Insbesondere handelt es sich dabei um Speisen, die mitgenommen werden. Ausgeschlossen aus der Betrachtung des HMR ist das Catering von Mahlzeiten und die Betriebsverpflegung. Unter Gastronomie wird die Verweilgastronomie verstanden - Speisen die mitgenommen werden, fallen unter die Kategorie des Home-Meal-Replacement. Nicht enthalten im Gastronomiebegriff sind Schankwirtschaften und Eisdielen.

Unter die Kategorie der Gastwirtschaften fallen Gasthäuser, Gasthöfe, Rasthäuser, Restaurants und Spezialitätenrestaurants (z. B. italienische, japanische, chinesische und türkische Restaurants etc.). Ebenfalls werden alle anderen Gastronomieformen, die sich mit der Zubereitung von Getränken und Spisen beschäftigen, die aber nicht in die genannten Kategorien fallen, hinzugezählt. Ausgeschlossen aus der Betrachtung sind Verköstigungen in Hotelrestaurants im Rahmen von Voll-/ Halbpension sowie Kommunikationsbetriebe (Discotheken, Bars, Nachtklubs etc.).
Die Systemgastronomie stellt eine Sonderform der Gastronomie dar, unabhängig von der Art der Küche, die durch eine Filialisierung und einem einheitlichen Gastronomiekonzept gekennzeichnet ist. Unter LEH wird in der Studie der traditionelle Lebensmittelhandel inklusive Hofer verstanden. Die Entwicklung der Gastronomie und des Handels nach Anzahl und Umsatz 1999 bis zum Prognosezeitraum 2010 spricht eindeutig für den LEH. Obwohl die Anzahl der Gastronomiebetriebe im Jahr 2010 um 0,5 % auf 27.893 ansteigt, ist der Umsatzzuwachs mit 11,5 % im Vergleich zum LEH gering. Die Anzahl der Betriebe im LEH sinkt 2010 zwar um 5 %, der Umsatz steigt hingegen beträchtlich um 15,1% von 189.659 Mio. S auf 279.813 Mio. S. Vergleicht man die HMR -Anteile der Gastronomie und des Handels, ist der LEH im Jahr 2010 der große Sieger. Bei einem Anteil von nur 32,8 % der Outlets macht der LEH 73,8 % des Umsatzes. Verglichen wurde auch der Anteil der Organisationsformen in der Gastronomie und im Handel von 1999 bis 2010. Neben dem LEH (+1,1%) kann, laut Studie, die Systemgastronomie mit 3,9 % anteilsmäßig den stärksten Zuwachs verzeichnen.
Die Studie zum Download: Gastronomie versus Handel – Entwicklung der Gastronomie und des Handels nach Anzahl und Umsatz 1999 bis 2010 (pdf, 48 kb).

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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