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Lebensmittel-Preise steigen weiter

20.07.2011

Ein Einkaufskorb mit Gütern des täglichen Bedarfs kostet in nur drei Monaten um 8 % mehr. Das zeigt das AK Preismonitoring von 41 preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln bei acht Wiener Supermärkten und Diskontern im Juni.

„Das ist heftig", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. „Wer wenig im Börsel hat, vergleicht, schaut also in erster Linie auf den Preis und weniger auf die Marke. Lebensmittel, Sprit – die Menschen zahlen seit Monaten hohe Preise. Die Preistreiberei muss endlich gestoppt werden", verlangt Tumpel von der Regierung Maßnahmen gegen die Teuerung.

 

Um fast 4 € schlägt sich nun der Einkaufskorb höher zu Buche: Im März kostete der Einkaufskorb mit preiswertesten Produkten noch durchschnittlich 47,76 €, im Juni 51,69 € - das ist um 8,2 % mehr in nur drei Monaten. Im Jahresvergleich Juni ist der Preis für den Einkaufskorb sogar um 15 % (fast 7 €) in die Höhe geschnalzt (Juni 2010: 44,97 €). Teurer sind jetzt im Jahresvergleich zum Beispiel Mehl (plus 69 %), Bohnenkaffee (plus 32 %), Zucker (plus 21 %) oder Orangensaft (plus 25 %).

 

Was verlangt wer für den Einkaufskorb mit den jeweils günstigsten erhältlichen Produkten? (Preise inklusive Aktionen)

 

Diskonter/Supermärkte

Juni 2011

März 2011

Juni 2010

Lidl

43,30 €

41,50 €

41,23 €

Hofer

46,20 €

44,13 €

41,42 €

Penny

48,42 €

43,91 €

42,87 €

Billa

51,35 €

46,86 €

45,85 €

Zielpunkt

54,85 €

58,51 €

49,84 €

Interspar

55,32 €

51,74 €

47,60 €

Merkur

56,22 €

44,23 €

43,55 €

Spar

57,88 €

51,21 €

47,41 €

 

„Die Preisspirale darf sich nicht weiterdrehen", sagt Tumpel. Die Preissteigerungen müssen kontrolliert werden. Steigen bei uns Grundnahrungsmittelpreise, muss der Wirtschaftsminister prüfen lassen, ob es für die Preissteigerungen rechtfertigende Gründe gibt und ob sie stärker als in vergleichbaren Nachbarländern ausfallen. Das heißt, ob es einen „Österreich-Aufschlag" gibt. Außerdem muss den preistreibenden Spekulanten der Riegel vorgeschoben werden – vor allem auf EU-Ebene muss sich hier die Regierung einsetzen. „Denn Spekulationen machen Rohstoffpreise und letztlich Lebensmittel teurer", so Tumpel.

 

Zur Erhebung: Die AK hat im Juni die preiswertesten Grundpreise (etwa ein Kilogramm oder ein Liter) - auch Aktionen - von 41 Lebens- und Reinigungsmitteln bei acht Supermärkten und Diskontern erhoben: etwa Mehl, Vollmilch, Kaffee, Taschentücher.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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