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Lebensmittelverschwendung: unnötige Pflicht dank Freiwilligkeit

25.09.2019

Die Rewe Group wehrt sich gegen eine gesetzliche Verpflichtung des Handels zum verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln - weil das längst gelebt wird.

„Hier soll der österreichische Lebensmittelhandel wieder mit etwas gesetzlich in die Pflicht genommen werden, was die Rewe Group Österreich bereits seit Jahren auf freiwilliger Basis mit einem ganzen Maßnahmenpaket konsequent und mit Erfolg lebt – nämlich der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln und die höchstmögliche Reduktion von Lebensmittelverschwendung. Das ist bei uns gelebte Praxis“, betont Marcel Haraszti, Vorstand der Rewe International AG. „Und wir setzen dabei nicht nur zahlreiche Maßnahmen in unseren Handelsunternehmen Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg um, sondern versuchen vor allem auch die Konsumenten bei dieser gesamtgesellschaftlichen Themenstellung mit ins Boot zu holen. Nur wenn alle – Konsumenten, Gastronomie, Handel – an einem Strang ziehen, kann wirklich etwas bewegt werden.

Denn, während der österreichische Lebensmittelhandel intensiv daran arbeitet, die Ausbuchung von 74.000 Tonnen Lebensmittel p.a. weiter konsequent zu reduzieren, fallen laut einem WWF-Lagebericht zu Lebensmittelabfällen und ‐verlusten in Österreich (2016) jedes Jahr in privaten Haushalten 157.000 Tonnen und in der Außer‐Haus‐Verpflegung (Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Beherbergungsbetriebe) sogar 175.000 Tonnen vermeidbarer Lebensmittelabfälle an.

Kooperation mit sozialen Einrichtungen

Die Rewe Group Österreich ist nicht nur Mitbegründerin des „Verbands der österreichischen Tafeln“, sondern Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg arbeiten schon seit Jahren eng mit zahlreichen karitativen Organisationen zusammen ‐ wo immer sich ein geeigneter Partner für die Abgabe von
Lebensmitteln findet. Dadurch hat die Rewe Group Österreich nahezu flächendeckend entsprechende Kooperationen für alle Standorte. Und: alleine Billa hat 2018 Lebensmittel im Wert von 16,5 Mio. € gespendet.

Optimierung der Warenwirtschaft und verstärkte Kunden‐Information

„Wir leben davon Lebensmittel zu verkaufen, jedes nicht verkaufte Stück ist für uns ein Kostenfaktor. Es kann daher jeder davon ausgehen, dass wir das Menschenmögliche unternehmen, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden,“ so Haraszti. Das beginnt schon bei der vorausschauenden und bedarfsgerechten Waren‐Bestellung der Filialen, die die Balance halten soll zwischen den Wünschen der Kunden bis Betriebsschluss frische Produkte kaufen zu können und einer möglichst niedrigen Ausfallsquote. Die Filial‐Mitarbeiter/innen werden laufend in Bezug auf alle relevanten Aspekte geschult und tadellose Waren aus Verpackungseinheiten, wo ein Stück nicht mehr verkäuflich ist, zu frischen Convenience‐Produkten verarbeitet. Lebensmittel, deren Ablaufdatum unmittelbar bevorsteht, werden vergünstigt (minus 25 bis 50 Prozent) abgegeben und zur Bewusstseinsbildung der Konsumenten mit dem Sticker „Lebensmittel sind kostbar“ gekennzeichnet.
Seit Anfang September gehen Billa, Merkur und Penny als erste im österreichischen Lebensmittelhandel noch einen Schritt weiter: Die Milch‐ und Molkereiprodukte ihrer Eigenmarken werden mit dem Siegel des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Umwelt „Lebensmittel sind kostbar“ gekennzeichnet und Kunden/innen intensiv über das wichtige Thema Lebensmittelhaltbarkeit und Genussfähigkeit von Produkten auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums informiert. Zahlreiche weitere Informationen, Tipps und Tricks gegen Lebensmittelverschwendung finden sich u.a. auf den Websites der Rewe Group Österreich‐Handelsfirmen.

„Wunderlinge“ – das Gegenmodell zur Lebensmittelverschwendung

Seit 2013 konnte die Rewe Group Österreich auch unter der Erfolgs‐Eigenmarke „Wunderlinge“ mehr als 30.000 Tonnen tadelloses österreichisches Obst & Gemüse, deren Aussehen von der Norm abweicht, als Beitrag zur nachhaltigen Ressourcenschonung absetzen. Mittlerweile gehören ‐ saisonal abhängig – mehr als 20 Obst & Gemüse‐Sorten zum „Wunderling“‐Sortiment. Rewe Group Österreich bietet auch schon lange „vorrangig österreichisches Fleisch und Frischmilch“. Auch was die regionale Herkunft betrifft sind der österreichische Lebensmittelhandel im Allgemeinen und die Rewe Group Österreich im Besonderen Vorreiter. Die Rewe Group Österreich‐Handelsfirmen bieten zu 100 Prozent Frischmilch und frische Eier aus Österreich, Frischfleisch (Rind, Schwein, Huhn) und Backwaren kommen ebenfalls bis auf wenige Spezialitäten zu 100 Prozent aus Österreich. Auch bei verarbeiteten Eigenmarken‐Produkten setzt die Rewe Group Österreich auf heimische Qualität: so kommen beispielsweise die AMA‐zertifizierten Rohstoffe für Hofstädter‐Wurstprodukte ebenfalls zu 100 Prozent von heimischen Lieferanten.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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