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Brauerei-Chef und Inhaber Karl Schwarz setzt unter anderem auf extravagante Biere

Leichtes Wachstum bei Zwettler

20.01.2016

Die Privatbrauerei Zwettl und die Bierwerkstatt Weitra haben im vergangen Jahr keine großen Sprünge gemacht, konnten ihren Erfolg aber festigen: Beim Umsatz legten sie um 0,85 Prozent zu, und der Ausstoß erhöhte sich um 0,27 Prozent.

Trotz stagnierendem Markt konnte das Waldviertler Brau-Unternehmen, zu dem die Privatbrauerei Zwettl und die Bierwerkstatt Weitra gehören, 2015 sowohl beim Umsatz als auch beim Ausstoß ein leichtes Plus erzielen. Der Umsatz stieg um 0,85 Prozent auf 23,6 Millionen Euro, der Ausstoß um 0,27 Prozent auf 188.500 Hektoliter. Ausschlaggebend für das Wachstum waren das frühzeitige Erkennen von Trends und die laufenden Investitionen. „Dem anhaltenden Trend zu Spezial-Bieren wurden und werden wir laufend gerecht“, freut sich Inhaber und Brauerei-Chef Karl Schwarz. Dazu kommt, dass das Familienunternehmen den Umsatz zu gleichen Teilen im Lebensmittelhandel und in der Gastronomie erwirtschaftete. „Das Unternehmen steht mit diesen Absatzkanälen auf zwei gesunden Beinen, der Ausbau des Gastronomie-Geschäftes sowie der Vertrieb von alkoholfreien Getränken wirken sich positiv aus“, erklärt Schwarz.

Fünf Bier-Innovationen

Die Privatbrauerei bewies im Vorjahr einmal mehr, dass sie den Ruf der „Kreativbier-Schmiede“ zu Recht trägt. Zwettler lancierte fünf Innovationen – einige davon streng limitiert. Nach dem alkoholfreien „Zwettler Luftikus“ (welches sich bereits im ersten Jahr einen Fixplatz in den Supermarkt-Regalen gesichert hat) erfreu(t)en sich Bier-Liebhaber an den Craft-Bieren „Zwettler singlemalt oaked“, dem holzfassgereiften Spezial-Starkbier „Zwettler AbraKaDabra“ und dem Indian Pale Ale „Zwettler Sanjana“ (Platz 1 bei den Bier-Produktinnovationen 2015 der Handelszeitung!). Zum Jahresende kam noch das Spezial-Starkbier „Zwettler Knockin´on heavens door“ dazu. „Wir nehmen uns die Freiheit heraus, extravagante Biere zu bringen und verwöhnen damit die stetig wachsende Gemeinschaft der Bierliebhaber“, so Schwarz.

Stärkster Klassiker: Zwettler Export Lager

Dass das Interesse am Thema Bier und außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen groß ist, belegen Veranstaltungen, Publikationen und neue Lokale, die sich vorrangig dem Thema Bier widmen. „Dank der Vielzahl an außergewöhnlichen Produkten, der neu entdeckten Liebe zu regionalen Rohstoffen und dem Engagement von innovativen Braumeistern, ist Bier in aller Munde“, freut sich Schwarz. Davon profitieren auch „Klassiker im Sortiment“, wie Schwarz betont. In diesem Fall ist es das „Zwettler Export Lager“, welches als stärkstes Produkt innerhalb der Zwettler-Palette im Vorjahr um über drei Prozent zulegen konnte. Bier, das alkoholische Lieblingsgetränk der Österreicher, ist mittlerweile in der gehobenen Gastronomie sogar „auf Augenhöhe mit Wein“.

Stärkstes Plus: Weitra Helles

Vor allem die Bierwerkstatt Weitra schrieb 2015 Erfolgsgeschichte: Der Ausstoß wuchs um 6,3 Prozent auf 14.300 Hektoliter an. Speziell in Wien konnte die Bierwerkstatt zulegen: So wurden alleine in der Bundeshauptstadt 1,2 Millionen Seidel Weitraer getrunken – das ist ein Absatzplus von außergewöhnlichen 16 Prozent. „Wachstums-Kaiser 2015“ war das „Weitra Helles“ mit einem Absatzplus von 9,12 Prozent. Und auch die hauseigene Bio-Spezialität „Hadmar – das BIO-Bier“ wächst kontinuierlich im einstelligen Bereich. Ebenfalls stark zugelegt hat die Kultmarke Frucade. Die seit 2014 bei Zwettler in Lizenz abgefüllte Limonade wuchs 2015 mengenmäßig um fast ein Viertel.

Hohe Investition in die Produktion

Einige Neuerungen und Investitionen für 2016 stehen schon fest. So wird es zwecks Transportkomfort ab März das „Zwettler Export Lager“ in der Mehrweg-Glasflasche 0,5 Liter auch im 6er-Kartonträger geben, und unter dem Namen „KORL“ (die Abkürzung steht für Kola-Orangen-Limonade) lanciert Zwettler in Niederösterreich in der regionalen Gastronomie, bei Veranstaltungen sowie punktuell im Lebensmittelhandel eine neue Limonade. Fortgesetzt wird die Partnerschaft der neun heimischen Privatbrauer: Die CULTURBrauer bringen auch heuer zweimal Bierspezialitäten aus dem ganzen Land in einer gemeinsamen Verpackung in die heimischen Supermärkte. Und in die Produktionsanlagen der Bierwerkstatt Weitra wird das Unternehmen fast eine halbe Million Euro investieren, zum überwiegenden Teil in das Sudhaus.

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