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Leitl präsentierte Forderungspaket

24.05.2006

Forderungspaket zum Erhalt der Nahversorger
In 13% der österreichischen Gemeinden gibt es keinen Nahversorger mehr. Diese alarmierende Entwicklung nahm der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl, zum Anlass, um ein Forderungspaket zur Erhaltung der Nahversorgung zu präsentieren. Der Forderungskatalog bilde die Basis für das Arbeitsprogramm einer künftigen Regierung, sagte Leitl bei einem Pressegespräch in Salzburg.

Punktuelle Forderungen, die schon in der Vergangenheit erhoben worden sind, wurden zu einem "systematischen Nahversorgungssicherungsprogramm" zusammengefasst. Ansetzen wollen die Interessensvertreter beispielsweise in der Raumordnung. So wünscht sich die Wirtschaftskammer, dass alle betroffenen Gemeinden bei Genehmigungsverfahren für neue Einkaufszentren eingebunden werden.
Der Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, Julius Schmalz, fordert darüber hinaus, dass bei der Novellierung des Salzburger Raumordnungsgesetzes Ansiedlungen von Handelsbetrieben in Orts- und Stadtkernen gegenüber Projekten auf der grünen Wiese bevorzugt werden. Die Festlegung von Orts- und Stadtkernen müsste vom Land im Einvernehmen mit den Gemeinden erfolgen, um "Pseudo-Ortskerne" zu verhindern, sagte Schmalz.

Als weiteres Standbein des Programms sieht die Wirtschaftskammer das Marketing: Die Konsumenten sollen motiviert werden, beim Nahversorger einzukaufen. Ohne kleine Geschäfte vor Ort gehe nämlich viel mehr verloren als die Möglichkeit, in der Nähe einzukaufen, ist Leitl überzeugt. Die Geschäfte seien "Seelengärtner", sie hätten eine soziale, ökologische und kulturelle Funktion.

In Österreich gibt es derzeit 15,5 Mio. m2 Verkaufsfläche. Im Jahr 1976 waren es noch 5,5 Mio. m2, 1996 zwölf Mio. m2. Damit liegt Österreich mit einem Wert von 1,9 m2 pro Einwohner weit über Deutschland mit 1,3 m2. Laut Wirtschaftskammer existieren derzeit 142 Einkaufszentren und Fachmärkte, rund 50 Projekte seien in der Pipeline.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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