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Lifestyle - Sonderband Arbeit und Beruf in Österreich

29.02.2008

Die Lifestyle-Studie der GfK Sozialforschung feiert ihren 20. Geburtstag. Seit 1987 führt die GfK Sozialforschung jährlich eine repräsentative Umfrage über die Lebenswelten der ÖsterreicherInnen durch. Die aktuelle Studie umfasst n=4.000 Befragte und ist repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren. Der Erhebungszeitraum lag zwischen 14.06. - 30.07.2007.

Neben den allgemeinen Fragestellungen in der aktuellen Lifestylestudie war unser Schwerpunktthema Arbeit und Beruf. Im Sonderband „Arbeit und Beruf in Österreich“ sind folgende Inhalte enthalten:

Werte und Wünsche zum Thema
Prioritäten * Sinn der Arbeit * Verständnis „guter Arbeit“ * Finanzielle Orientierungen * Einstellungen zu Arbeitszeitmodellen * Verantwortung * Leistungsorientierung * Vorstellungen von Wegen zum Erfolg * Beruf und Medien/Technologie * MitarbeiterInnenbeteiligungen

Erleben der beruflichen Ist-Situation
Ambitionen * Erleben der Arbeitssituation * Vereinbarkeit in der Praxis * Arbeitszeiten in der Praxis * Weiterbildung Angebot und Nutzung * Führungskultur * eigene Strategien * Bewertung Einkommen * Zufriedenheit * Unternehmensbindung * Emotionen und Befindlichkeiten

Die Studie ist im freien Verkauf bei der GfK Austria Sozialforschung erhältlich. Enthalten ist ein ausführlicher Bericht mit Übersichtsgrafiken über alle Ergebnisse, Executive Summary und vollständiges Datenmaterial in Tabellenform.

Einige Ergebnis-Highlights

Sinn und Soll der Arbeit – „Work-Life-Balance“
Die ÖsterreicherInnen haben ihr Leben im Hinblick auf „Work-Life-Balance“ ausgerichtet: weder die Arbeit noch die Freizeit alleine geben dem Leben Sinn, sondern es ist die Ausgewogenheit dieser beiden Lebensbereiche. Die Arbeit soll natürlich ein Einkommen sichern, mit dem man das Auslangen findet. Eine „gute Arbeit“ zeichnet sich aber auch durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus.

Leistungsorientierung
Dass man es „nur durch Leistung zu etwas bringt“ ist nicht mehr so eindeutig wie vor 20 Jahren. Man ist zwar schon bereit Einsatz zu zeigen, aber „private Opfer“ für die Arbeit will nur jede/r zehnte ÖsterreicherIn bringen. Das Einkommen soll der erbrachten Leistung entsprechen, aber nur jede/r zehnte Berufstätige fühlt sich tatsächlich entsprechend ihrer/seiner Leistung entlohnt.

Arbeitszufriedenheit
Die österreichischen ArbeitnehmerInnen arbeiten gerne in den Unternehmen, für die sie tätig sind. Der Arbeitsplatz bietet für den Großteil der Befragten eine Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse einzusetzen. Die Hälfte der Berufstätigen freut sich über eine/n „verständnisvollen“ ChefIn, die/der Rücksicht auf die MitarbeiterInnen nimmt.

Karriere
Man scheut sich nicht Verantwortung zu tragen und Entscheidungen zu fällen: mehr als einem Viertel ist es wichtig, eine berufliche Tätigkeit zu haben, bei der sie dies tun können. Die Bereitschaft, Aufgaben zu übernehmen, die mit zusätzlicher Arbeit verbunden sind, ist jedoch nur bei 16 % vorhanden. Und nur 14 % suchen sich schwierige Arbeiten, um daran ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu messen.

Arbeit macht (trotzdem) Spaß
„Meine Arbeit macht mir wenig Spaß“ – dem konnten die österreichischen Berufstätigen bereits vor 20 Jahren nicht so wirklich zustimmen und heutzutage noch weniger. Auch der Anteil der Berufstätigen, die sich am Montag schon wieder auf Freitag freuen, ist relativ gering.

Männer – Frauen - Kinder
„Der Mann im Berufsleben und die Frau am Herd“, dieses Bild haben vor allem die älteren ÖsterreicherInnen im Kopf, bei den jüngeren Generationen wird diesem Klischee nicht mehr zugestimmt, genauso wenig wie der klassischen Berufsverteilung. Bei der Kindererziehung erwartet sich ein Viertel der ÖsterreicherInnen, dass die Kinder zu Gehorsam und Pflichtbewusstsein erzogen werden.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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