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Lohntabelle

12.07.2002

Bei Gehaltsgesprächen anlässlich des Eintritts von neuen Mitarbeitern in den Betrieb oder bei Wünschen einzelner Mitarbeiter nach einer individuellen Lohnerhöhung wird an den Firmenchef sehr oft die Frage gerichtet, wie sich diese Lohnfestlegung "netto" auswirkt. Manchmal werden die Lohnansprüche sogar vom Auszahlungsbetrag her bestimmt. Der Mitarbeiter will nicht nur wissen, was er brutto verdient, sondern auch, welcher Nettobetrag ihm nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und der Lohnsteuer ausgezahlt wird.
Ebenso wissenswert für den Dienstgeber ist dabei, wie hoch der dafür erforderliche monatliche Bruttoaufwand ist. Im Hinblick auf unterschiedliche kollektivvertragliche Bestimmungen bzw. von der Dienstzeit abhängige Ansprüche konnte naturgemäß der mit Sonderzahlungen, Urlauben, Krankenständen, Sachbezügen und dergleichen verbundene Dienstgeberaufwand in die Berechnung nicht aufgenommen werden. Nicht berücksichtigt wurde auch die Freigrenze für Kleinbetriebe. Der Dienstgeberaufwand enthält somit neben dem laufenden Bezug den Sozialversicherungsanteil des Arbeitgebers, die Kommunalsteuer, den Dienstgeberbeitrag zum Familienbeihilfenfonds und den Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag.
Um dem Unternehmer und seinem Lohnbüro bei Einstellungsgesprächen eine rasche Entscheidung zu ermöglichen, veröffentlicht die Wirtschaftskammer Salzburg in Fortführung ihrer langjährigen Übung mit Stichtag 1. Jänner 2001 eine Umrechnungstabelle von Bruttobezügen auf Nettobezüge, getrennt nach Arbeitern und Angestellten sowie in Schilling und Eurobeträge. Daraus kann ersehen werden, welcher Auszahlungsbetrag nach Abzug der Sozialversicherung und der Lohnsteuer sich bei einem bestimmten Bruttobezug ergibt. Gleichzeitig geben die Nettobezüge einen Annäherungswert, um den Bruttobetrag vertraglich fixieren zu können.
Die Tabelle baut auf einer monatlichen Lohnzahlung auf. Sie beginnt bei Arbeitern und Angestellten ab 10.000 S (726,73 €) Monatsbezug und berücksichtigt Lohnstufen von 100 S (7,27 €) bis einschließlich 50.000 S (3.633,64 €). Ab 50.000 S (3.633,64 €) werden Lohnstufen von 1.000 S (72,67 €) bis 70.000 S (5.087,10 €) gerechnet. Die Nettobeträge sind gerundet. Es ergeben sich daher geringfügige Rundungsdifferenzen.
Wichtige Änderungen
Die Berechnungen erfolgten auf Grund der Beitragstabelle der Salzburger Gebietskrankenkasse ab Jänner 2001 (Selbstverrechner) und der Lohnsteuertabelle nach dem Stand vom 1. Jänner 2001. Die Sozialversicherungsbeiträge verstehen sich mit Arbeiterkammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag, jedoch ohne Schlechtwetterregelung im Baugewerbe. Änderungen: Die Höchstbemessungsgrundlage der Sozialversicherung (SV) für 2001 beträgt 44.400 S (3.226,67 €), (2000: 43.200, 3.139,47 €).
Durch das Budgetbegleitgesetz 2001 wurden einige Änderungen vorgenommen. Ab 1.1.2001 wird der allgemeine Absetzbetrag von 12.200 S (886,61 €) ab einem Einkommen von 300.000 S (21.801,85 €) verstärkt eingeschliffen. Bis zu diesem Einkommen ändert sich die Höhe des allgemeinen Absetzbetrages nicht. Die Einschleifzone endet nunmehr bei 487.400 S (35.420,74 €). Über dieser Grenze steht kein allgemeiner Absetzbetrag zu.
Darüber hinaus wird der Arbeitnehmerabsetzbetrag und der Grenzgängerabsetzbetrag von 1.500 S (109,01 €) auf 750 S (54,50 €) gesenkt. Gleichzeitig wird die Differenz zum bisherigen Absetzbetrag in Höhe von 750 S (54,50 €) als zusätzliche Förderung zur Pensionsvorsorge gewährt, sodass sich bei Arbeitnehmern und Grenzgängern, die die Altersvorsorge gemäß § 108a EStG in Anspruch nehmen, steuerlich keine Änderung ergibt.
Die Wirtschaftskammer weist in diesem Zusammenhang nochmals auf die Nachteile einer bloßen Nettovereinbarung hin, weil dem Mitarbeiter dadurch Steuervorteile verloren gehen können und überhaupt der Lohnanspruch strittig werden kann.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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