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Made in China

21.09.2007

Das nenne ich harte Bandagen: In Peking wurde vor einigen Wochen der ehemalige Chef der Nahrungs- und Arzneimittelaufsicht wegen Korruption hingerichtet.

Die hohe Strafe sollte laut Medien der Abschreckung dienen und Chinas Verbrauchern demonstrieren, dass die Regierung hart durchgreift, um die Sicherheit von Arznei- und Nahrungsmitteln zu gewährleisten.
Eine verabscheuungswürdige Methode, um seine Sensibilität gegenüber dem Verbraucher zu demonstrieren.
Trotzdem kommen ständig Produkte nach Europa, die nicht im entferntesten unseren Sicherheitsstandards entsprechen. Die Meldungen über „gefährliches“ Spielzeug wollen nicht verstummen. Das ist aber erst die Spitze des Eisberges, denn in die Welt geschickt werden giftige Zahnpasta, Tierfutter mit Zusatzstoffen, gefährliche Arneimittel und nicht genießbare Meeresfrüchte aus China, die allesamt für Aufgregung gesorgt haben.
Nun will China die Nahrungsmittelsicherheit im Land stärker überwachen. Der Pekinger Staatsrat hat laut einer staatlichen Zeitung nach den jüngsten Skandalen nun neue Regeln zu einer besseren Kontrolle der Qualität von Verbraucherprodukten auf den Weg gebracht. Ein Entwurf in diese Richtung ist vom Staatsrat verabschiedet worden. Die Notwendigkeit einer stärkeren Kontrolle ist vor allem aufgrund der Qualität notwendig, aber auch aufgrund des schwindenden Images chinesischer Produkte. „Made in China“ hört sich schon eher nach Drohung an, als nach „günstig“ oder „einfach nur eine Kopie“. Denn die bedeutenden Handelspartner der Chinesen sehen die Qualität von Lebensmitteln als großes Problem. „Wenn China beim Export in die Fußstapfen von Japan und Südkorea treten will, dann muss man endlich verlässliche und überprüfbare Qualitätsstandards einführen“, fordert das angesehene US-Magazin „Forbes“.

In diesem Zusammenhang erscheinen die Anschuldigungen an Produkte im heimischen Supermarkt (siehe Olivenöl) wie ein Affront. Hier werden gute Marken und Werte vernichtet und Images zerstört, ohne den Unternehmen die Chance einer Stellungnahme zu geben.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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