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(v. l.) Josef Siess, Matthias Ortner (Ottakringer), Robert Nagele, Gerhard Schilling (Almdudler) und Franz Radatz (Radatz)

Management Circle: Digitale Welt im Handel erfolgsentscheidend

15.11.2017

Beim Management Cercle am 13. November im Wiener Palais Ferstel stand die Haushaltsversorgung in Österreich im Mittelpunkt. Billa und die Managementberatung Contrast EY erörterten die Zukunft.

Zur Situation des Handels in der digitalen Transformation hielt Martin Unger von der Managementberatung Contrast EY gleich zu Beginn fest: „Der gesamte Handel befindet sich in einem massiven Transformationsprozess. Nie waren Geschwindigkeit und Ausmaß der Veränderung höher. Es gibt keine digitale Strategie mehr – nur Strategie in einer digitalen Welt.“ Zahlreiche Vorstände und CEOs nahmen am Management Circle teil, unter anderem Markus Liebl (Brauunion), Gerhard Schilling (Almdudler), Franz Radatz (Radatz), Matthias Ortner (Ottakringer), Damian Izdebski (Techbold), Daniel Wüstner (Rauch) und Alfred Schrott (Manner).

Individuelle Haushaltsversorgung sichern

Mit welcher Strategie sich Billa als führender Lebensmitteleinzelhändler den neuen Herausforderungen und Chancen stellt, erläuterten die beiden Billa-Vorstände Josef Siess und Robert Nagele. Sie unterstrichen die Rolle von BILLA bei der Befreiung der Kunden von den Lasten der Haushaltsversorgung und bei der Demokratisierung hochwertiger Lebensmittel. „Auch bei der Hauszustellung von Lebensmitteln war Billa in Österreich Pionier - und wir haben diese Rolle konsequent ausgebaut. Wir liefern persönlich Online-Bestellungen an jede Postleitzahl in Österreich. Das macht kein anderer Lebensmitteleinzelhändler“, sagte Nagele. Billa baut seinen Online Shop parallel zu den bestehenden 1.050 Filialen aus. 2016 stieg der Online-Umsatz um 160 Prozent an. „Wir wollen der individuelle Versorger der österreichischen Haushalte schlechthin sein – mit den Produkten und Leistungen, die gebraucht und nachgefragt werden. Wir sind für Österreichs Haushalte als 360 Grad-Nahversorger da – in unseren Filialen und mit unserem Online Shop“, so Siess.

Fairer Steuer-Wettbewerb notwendig

Vor dem Einstieg amerikanischer Digital-Konzerne in die Branche fürchte man sich nicht, hieß es beim Management Cercle. Mit der vor einem Jahr beschlossenen neuen Strategie steuere Billa  klar in die richtige Richtung. Außer Frage stehe aber, dass es faire Wettbewerbsbedingungen braucht: „Es kann nicht sein, dass jene leiden müssen, die wie Billa Wertschöpfung und rund 19.000 Arbeitsplätze in Österreich sichern. Die großen Internet-Unternehmen sollen wie jedes andere Unternehmen dort Steuern abführen, wo sie tätig sind. Wo fairer Wettbewerb herrscht, gibt es keinen Grund, vor der Zukunft Angst zu haben“, waren sich die Billa-Vorstände einig.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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