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Mehr Zeit für Christmas-Shopping

12.12.2007

Die Verbraucher in Deutschland haben in diesem Jahr etwa 20 Prozent mehr Zeit für ihren Weihnachtseinkauf als vor der Lockerung der Ladenschlusszeiten. In fast allen Bundesländern - ausgenommen Bayern und Saarland - haben viele Händler ihre Öffnungszeiten deutlich verlängert.

"Mit den liberalen Öffnungszeiten können Einzelhändler ihren Kunden sehr viel mehr Service bieten", so Michael Gerling, Geschäftsführer des EHI Retail Institute in Köln. Während im Jahr 1992 die Geschäfte wöchentlich im Durchschnitt 58 - 60 Stunden für ihre Kunden geöffnet hatten, sind es im Jahr 2007 nach der Liberalisierung der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten rund 72 - 74 Stunden in der Woche. Je nach Standort können die Öffnungszeiten allerdings stark variieren. Hinzu kommt die Möglichkeit der Sonntagsöffnung, die in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt ist. So können in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Thüringen und Sachsen die Geschäfte in der Adventszeit zum Teil an mehreren Sonntagen öffnen.

Nach den letzten Gesetzesänderungen dürfen Ladenbesitzer ihre Geschäfte in fast allen Bundesländern 144 Stunden wöchentlich öffnen. Das ist mehr als doppelt so lang als vor der ersten Lockerung des Ladenschlussgesetzes im Jahre 1996. Nur in Rheinland-Pfalz und Sachsen dürfen die Geschäfte maximal 96 Stunden wöchentlich geöffnet sein und in Bayern und Saarland sogar nur 84 Stunden die Woche. Die Händler schöpfen die neuen rechtlichen Möglichkeiten allerdings nicht völlig aus und passen je nach Ladengröße und Branche ihre tatsächlichen Öffnungszeiten an die Standortgegebenheiten an. Längere Öffnungszeiten weisen vor allem Lebensmitteleinzelhändler in den Ballungszentren und in den touristischen Regionen auf. "Von den gesetzlichen Änderungen konnten vor allem die Verbraucher profitieren. Der Umsatz im Einzelhandel hat sich seit 1992 kaum geändert", erklärt Michael Gerling.

Damit steht Deutschland heute im westeuropäischen Vergleich zusammen mit Frankreich, Spanien und Griechenland an der Tabellenspitze der Länder mit der längsten gesetzlich möglichen Ladenöffnungsdauer - nach Irland und Großbritannien, wo die Geschäfte sieben Tage die Woche rund um die Uhr öffnen dürfen. 1992 stand Deutschland europaweit noch auf dem drittletzten Platz.

Eine komplette und aktuelle Übersicht über die gesetzlichen und üblichen Ladenöffnungszeiten in den EU-Ländern sowie in den deutschen Bundesländern ist in der Publikation "Handel aktuell 2007/2008" enthalten.
Das kompakte Zahlenkompendium aus dem EHI-Verlag informiert außerdem über die Struktur und Entwicklung des deutschen und internationalen Handels sowie der wichtigsten Unternehmen der verschiedenen Handelsbranchen. Es umfasst betriebswirtschaftliche Kennzahlen, Sortiments- und Konsumdaten sowie soziodemografischen Daten und Definitionen.
Zu bestellen beim EHI-Verlag zum Preis von 54,- Euro bei Claudia
Husseck, Tel.: 0221-57993-64, mailto:husseck@ehi.org

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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