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Unternehmen gehen davon aus, dass die Bedeutung von E-Commerce weiterhin steigt

Mehrheit befürwortet E-Commerce-Lehre

11.01.2017

Die Studie des Handelsverbandes und MindTake Research ergab, dass 70 Prozent der Handelsunternehmen E-Commerce-Lehrlinge einstellen würde. Aber auch die Jugendlichen und Eltern finden ein digitales Lehrangebot attraktiv.

Der heimische Handel beschäftigt 580.000 Mitarbeiter. Damit dies auch künftig so bleibt, muss sich die Handelsbranche durch Innovationen neu erfinden und benötigt Unterstützung von der Politik, durch die Schaffung zeitgemäßer Rahmenbedingungen. Es braucht die Vermittlung digitaler Kompetenzen, auch und insbesondere im Bereich der Lehre, die über zaghafte Pilotversuche mit 5-jähriger Dauer hinausgehen. Der Handelsverband forderte daher als erste Organisation ein Modul „Digitaler Verkauf“ in der Einzelhandelslehre. Darüber hinaus befürwortet der Handelsverband eine eigenständige E-Commerce-Lehre nach deutschem Vorbild, um der hohen Komplexität und der zunehmenden Spezialisierungserfordernis im Handel gerecht zu werden.

Bereitschaft für höhere Entlohnung

Diese Forderung wird auch von den Händlern, den Lehrlingen und deren Eltern unterstützt, wie die Studie von Handelsverband und MindTake Research zeigt. 95 Prozent der befragten Unternehmen erwarten eine Zunahme des Sektors, also auch weiterhin eine steigende Bedeutung von E-Commerce. „Die Studie unterstreicht den Vorstoß von Bildungsministerin Hammerschmid und die positive Haltung des Wirtschaftsministeriums. Denn 70 Prozent der befragten Handelsunternehmen würden sich über das Angebot einer E-Commerce-Lehre freuen und einen E-Commerce-Lehrling einstellen. 30 Prozent der Befragten wären sogar bereit, diesen höher zu entlohnen“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Rasche Umsetzung notwendig

Aber auch in der Zielgruppe der Eltern wie Jugendlichen liegt die Attraktivität einer E-Commerce-Lehre bei 79 Prozent. Die klassische Einzelhandelskauflehre kommt hingegen nur auf 39 Prozent. „Mit Zulauf zum Angebot wäre zu rechnen“, so Petra Kacnik-Süß, Geschäftsführerin von MindTake, „denn 67% der befragten Jugendlichen erachten die Ausbildung als sinnvoll sowie 80% der Eltern als notwendig, um am Puls der Zeit zu bleiben.“  Da in Deutschland schon die ersten E-Commerce-Kaufleute mit ihrer Ausbildung fertig werden, hofft Will auf zeitnahe Gespräche und eine rasche Umsetzung: „Jugendliche und Eltern empfinden ein digitales Lehrangebot doppelt so attraktiv als die bestehende Einzelhandelskauflehre. Die E-Commerce Lehre hat das Potential die steigende Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern mit digitalem Know-how zu befriedigen und gleichzeitig das Image des Handels zu verbessern. Lassen wir uns die Chance nicht entgehen. Nun gilt es im Berufsausbildungsbeirat eine rasche Umsetzung mit den Sozialpartnern sicherzustellen.“

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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