Direkt zum Inhalt
Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will begrüßt die politische Ablehnung des einseitigen Mercosur-Abkommens.

Mercosur: Handelsverband begrüßt NEIN des österreichischen Nationalrats

23.09.2019

Der EU-Unterausschuss des Parlaments bindet die Bundesregierung, das Freihandelsabkommen Mercosur abzulehnen - ein wichtiger Schritt für Klima, kleinteilige heimische Landwirtschaft und Handel.

Als wichtigen Erfolg bewertet der Handelsverband das heutige Nein zum Freihandelsabkommen Mercosur im EU-Unterausschuss des Nationalrats. Damit wird die (künftige) Bundesregierung gebunden, in allen EU-Gremien gegen Mercosur zu stimmen. Mit dem bindenden rot-weiß-roten Veto in Brüssel wäre das gesamte Freihandelsabkommen mit Südamerika Geschichte, da für ein Inkrafttreten Einstimmigkeit unter allen EU-Mitgliedsstaaten erforderlich ist.

"Der Handelsverband hat sich bereits in den vergangenen Monaten immer wieder ablehnend zu Mercosur geäußert. Wir haben effektive Sanktionsmechanismen sowie eine Implementierung des europäischen Vorsorgeprinzips als Basisbedingungen gefordert, um die heimischen Konsumenten sowie die kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft zu schützen. Das wird hier klar nicht erfüllt", erklärt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Generell braucht es bei Freihandelsabkommen transparente Verhandlungen, damit eine öffentliche Diskussion stattfinden kann. Darüber hinaus muss für jeden Abbau von Handelshemmnissen ein Fairness-Gebot gelten, das heißt, die hohen österreichischen Qualitätsstandards bei Lebensmitteln müssen unbedingt erhalten bleiben.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Handel
11.11.2019

Die Innovationskraft von Metro wurde am 7. November 2019 mit einem Retail Innovation Award augezeichnet: In der Kategorie Best In-Store Solution hat Metro Vösendorf gemeinsam mit dem  ...

Die Forderung der Gewerkschaft nach plus 4,4 Prozent ist für die Handelsvertreter völlig überzogen.
Handel
18.10.2019

Schwache Konjunkturerwartung und nachlassende Konsumstimmung bieten kaum finanziellen Spielraum im Handel. Händler fordern Augenmaß und Verantwortungsbewusstsein bei Verhandlungen.

Handel
17.10.2019

Aufatmen im heimischen Handel rund um die Umsetzung der sog. 2-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei Online-Zahlungen: Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat heute in einer Stellungnahme empfohlen ...

Thema
11.10.2019

Bundeskanzlerin Dr. Brigitte Bierlein und Nachhaltigkeitsministerin DI Maria Patek haben Anfang dieser Woche zu einem Runden Tisch geladen, um gemeinsam mit ExpertInnen über eine weitere Reduktion ...

Der Großteil der Lebensmittelabfälle fällt in den privaten Haushalten an. Der Handel ist nur für einen 5%-Anteil verantwortlich und arbeitet freiwillig eng mit Tafelorganisationen und Sozialmärkten zusammen.
Handel
25.09.2019

Ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel geht laut Schätzung der Vereinten Nationen verloren, wobei die Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette stattfindet: ...

Werbung