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Mercurius lässt liefern

23.08.2016

Einkaufen macht vor allem dann kein Vergnügen, wenn sich das eigene Stiegenhaus in Ermangelung eines Aufzugs als größte Hürde entpuppt. Die perfekte Lösung dafür sind Onlineshops mit Lieferservice, auch wenn es am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Im Allgemeinen haben Einkäufe des täglichen Bedarfs wenig Spannendes zu bieten, eher etwas Beschwerliches. Die neuen Onlineshops inklusive Lieferservice kommen daher wie gerufen. Das dachte sich auch Mercurius und setzte sich wohlgemut zum Computer. Der passende Onlineshop war schnell gefunden und mit der Einkaufliste an seiner Seite fühlte sich der Einkaufsveteran gut gerüstet. Die gute, alte, handgeschriebene Einkaufsliste war auch tatsächlich der rettende Navigator im großen Meer der elektronischen Lebensmittel.

Denn trotz gut gegliederter Sortimentgruppen und hilfreicher Suchfunktion ist man, wie beim herkömmlichen Einkauf, ohne Gedankenstütze heillos überfordert. Sind dann endlich alle Gruppen durchgescrollt und die Wunschprodukte im virtuellen Warenkorb, geht es, Gott wie herrlich, ganz entspannt zur Kassa – statt Anstellen, Nachrücken und Artikel raus und rein zu Räumen, genügt eine kleine Bewegung mit der Maus und ein kurzer Click. Nur die verzweifelte Suche nach der Einlösemöglichkeit des Rabattbons an dieser Stelle, der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier, trennte Mercurius noch vom Gefühl der Glückseligkeit.

Leider halfen da weder Lebenserfahrung noch Hausverstand weiter. Aber für solche Fälle gibt es ja eine Servicehotline. Nach einigen Wiederholungen von „Bitte haben Sie ein wenig Geduld, alle unsere Mitarbeiter sind mit Kundenanfragen beschäftigt“, war die Welt wieder in Ordnung. Die freundliche Dame mit angenehmer Stimme und unendlicher Geduld brachte Licht ins Dunkel. Und Mercurius weiß jetzt, dass der Rabattbon in einem eigenen Bereich aktiviert werden muss, noch bevor er sich virtuell zur Kassa begibt. Eine Tatsache, die  nicht logisch erscheint, dank der Eselsgeduld der Servicehotline-Mitarbeiterin aber schließlich kein Kopfweh bereitete. Endlich: Zurücklehnen und auf die Lieferung warten.  

Im ausgewählten Zeitfenster klingelte es auch an der Haustüre. Der Bote samt der Kiste mit den Waren war also termingerecht vor Ort, inklusive der in rudimentärem Deutsch gehaltenen Botschaft des Boten über die Sprechanlage, dass die Ware dort wo er steht, also bei der Haustüre, abgeholt werden kann. Dank der Hartnäckigkeit von Mercurius schleppte er die Kiste aber doch in das obere Stockwerk. Jegliches Lieferservice bei Lebensmitteln würde sich ja bei einer reinen Haus-zu-Haus-Lieferung ad absurdum führen. Nach dem Auspacken der Ware gab es dann noch eine zusätzliche Gymnastikeinheit für den Boten. Da er von einer Barzahlung ausgegangen ist, hatte er das Kartengerät vorsorglich im Auto gelassen. Mercurius konnte und wollte aber nur mit Bankkomatkarte oder Kreditkarte zahlen.

Dass die bestellten Kiwis, Karotten und speckigen Erdäpfel nicht lieferbar waren, dämpfte die Begeisterung zwar ein wenig, machte der Freude über die gelungene Lieferung aber keinen Abbruch. (Ganz anders hätte es natürlich verlaufen können, wenn eine oder mehrere dieser Zutaten gleich zum Kochen gebraucht worden wären.)  Vom Rest war alles da, ohne Beschädigung, auch die Tiefkühlkost war perfekt gekühlt. Nur die Radieschen und die Erdbeeren hatten ihre besten Tage schon länger hinter sich. So etwas trübt die Zufriedenheit und gibt einem das Gefühl, dass Kunden, die keine eigene Frischekontrolle durchführen können, als Entsorgungsstation der Ladenhüter missbraucht werden. Aber zum Glück wusste die freundliche und geduldige Dame von der Servicehotline Rat: Ihr Tipp diesbezüglich ein E-Mail zu schreiben verhalf zu einer Gutschrift. Und Mercurius, jetzt fast ein Profi beim Online-Lebensmitteleinkauf, ist überzeugt, dass die Branche am richtigen Weg ist.

Autor/in:
Mercurius
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