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Die Leitung der künftigen Metro AG wird Vorstandsvorsitzender Olaf Koch übernehmen

Metro: Nachhaltige Neuausrichtung steht

03.04.2017

Der deutsche Handelskonzern Metro treibt seine Aufspaltung weiter voran, obwohl die Pläne bei einigen Aktionären nicht gut ankommen. Die Leitung der künftigen Metro AG wird Vorstandsvorsitzender Olaf Koch übernehmen.

Nach der Hauptversammlung der Metro AG, in der die Aktionäre der Metro AG nahezu einstimmig der Aufspaltung der Metro Group in die zwei Unternehmen Metro (Groß- und Lebensmittelhandel) und Ceconomy (Consumer Electronics-Geschäft) zustimmt haben, erhoben einzelne Aktionäre dagegen Klage beim Landgericht Düsseldorf. Insgesamt sind der Metro AG vier Klagen zugestellt worden, darunter eine Anfechtungsklage des Media-Saturn-Anteilseigners Erich Kellerhals, berichtet die APA. Dennoch hält die Metro Group am bisherigen Zeitplan der Spaltung sowie der Notierungsaufnahme der Aktien der künftigen Metro AG fest, die für Mitte des Jahres geplant ist.

„Die Aktionäre der Metro AG haben in der Hauptversammlung mit 99,95 Prozent des vertretenen stimmberechtigten Grundkapitals den Plänen zur Aufteilung der Metro Group zugestimmt“, sagt Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro AG. „Wir sehen uns gut gerüstet für jegliche juristische Auseinandersetzung. Wir gehen unverändert davon aus, dass die Spaltung Mitte 2017 wirksam wird.“

Die künftige Metro AG wird mit Wirkung der Trennung (voraussichtlich Mitte 2017) von einem von fünf auf vier Personen verkleinerten Vorstandsgremium unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden Olaf Koch geführt werden. Zu den bisherigen Vorständen Pieter Boone (COO) und Heiko Hutmacher (Personal) kommt Christian Baier, bisher Finanzchef von Metro Cash & Carry, als CFO neu hinzu. Der Vertrag von Metro-Chef Olaf Koch um weitere fünf Jahre bis März 2022 verlängert. Die übrigen Vorstände sind für die Dauer von jeweils drei Jahren, bis zum 30. September 2020 bestellt worden.  (apa/ar)

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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