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Die Migros-Plattform Amigos eröffnet eine neue Dimension des Online-Einkaufs: Der Einkauf eines "Amigos" wird von einem anderen Amigo-Nutzer persönlich erledigt und nach Hause geliefert

Migros lanciert neue „Social-Shopping“-Plattform

09.04.2018

“Amigos”  heißt die neue Shopping-Plattform des Schweizer Handelsriesen, die mit Anfang April an den Start ging. Das Besondere daran: Es gehen Migros-Kunden füreinander einkaufen. Was  im ersten Moment etwas eigenartig klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als höchst interessante Shopping-Idee.

Es gibt weit mehr Menschen, als man denkt, die froh wären, wenn ihnen jemand relativ kurzfristig den Einkauf nach Hause bringen würde – zum Beispiel weil sie wenig Zeit haben oder in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Und es gibt Menschen, die haben Zeit sowie Lust anderen zu helfen und würden sich gerne ein Taschengeld dazuverdienen. Beide Seiten bringt das neue Pilotprojekt „Social Shopping“ von Migros zusammen. Die neue Möglichkeit des schnellen Einkaufs, bei der auch ein sozialer, zwischenmenschlicher Aspekt im Vordergrund steht, startet mit  6. April 2018 im Raum Zürich und Bern – tatsächlich los geht es am 23. April 2018.

Ein Gewinn für beide Seiten

Die ganze Sache funktioniert denkbar einfach. Der Besteller gibt mit ein paar wenigen Klicks online seine Einkaufsliste durch. Bei den Bringern, die sich zuvor bei „Amigos“ registriert haben und sich in der Nähe des Bestellers sind, taucht auf der Amigos-App eine Push-Nachricht auf. So kann ein Bringer, der gerade Zeit bzw. die Möglichkeit hat, den  Einkauf übernehmen. Den Einkauf bringt er dann dem Besteller persönlich vorbei. Der Besteller spart so Zeit und Aufwand und bekommt seinen  Einkauf direkt an die Türe geliefert. Und der Bringer kann sich so ein Körberlgeld verdienen, er erhält für die erste Einkaufstasche 7,90 Franken und für jeden weiteren Einkauf 2,00 Franken. Diesen Betrag bezahlt der Besteller dem Bringer bei der Lieferung. „Mit diesem Dienst verbinden wir die heutigen Shopping-Ansprüche einer digitalen Gesellschaft mit dem persönlichen Kontakt zwischen zwei Menschen“, sagt Migros-CEO Fabrice Zumbrunnen. Wenn der Testbetrieb hält, was er verspricht, ist eine Ausweitung nicht ausgeschlossen. Und wer weiß, vielleicht werden ja damit auch neue Freundschaften geschlossen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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