Direkt zum Inhalt

Migros nimmt Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment

11.02.2020

Bis Ende 2020 wird sämtliches Plastik-Einweggeschirr der Migros mit ökologischeren Alternativen ersetzt. Die Umstellung erfolgt rollierend, damit kein bestehendes Material vernichtet werden muss. Dank dieser Umstellung kann die Migros so jährlich 560 Tonnen Plastikmaterial vermeiden. 

Bereits heute bestehen 60 % der Einweg-Produkte aus ökologischen Alternativen wie Zuckerrohr, Palmblättern, Papier oder Holz. Das restliche Plastik-Einweggeschirr wird nun in einer letzten Phase schrittweise in Alternativen umgestellt. Bis Ende 2020 gibt es für jedes Einwegprodukt aus Plastik eine ökologischere Alternative. Lässt sich in dieser Frist keine ökologische Alternative finden, wird das Produkt ersatzlos aus dem Sortiment gestrichen. Dies ist beispielsweise voraussichtlich bei PlastikProsecco-Bechern der Fall. 

Bereits 210 Tonnen weniger Plastikabfall

Mit der bereits erfolgten Umstellung des Plastik-Einweggeschirrs auf ökologischere Alternativen, konnte die Migros bisher rund 210 Tonnen Plastikabfall vermeiden.  Bis Ende 2020 steigt diese Zahl auf rund 560 Tonnen Plastik. Die Umstellung ist eine weitere Massnahme der Migros, das Sortiment nachhaltiger zu machen und Plastik zu reduzieren. Beispielsweise bietet die Migros als erste Schweizer Detailhändlerin in ihren Restaurants und Take Aways Mehrweggeschirr und -schalen an und hat Veggie-Bags als Alternative zu Plastik-Säckli bei Früchten und Gemüse im Sortiment. Eine weitere Massnahme ist der Einsatz von Recycling PET. Über 9'000 Tonnen PET- bzw. 2'900 Tonnen Plastikflaschen werden durch Kundinnen und Kunden jährlich retourniert. So konnten Sirup-Flaschen auf 100% Recycling-PET umgestellt werden. Aktuell arbeitet die Migros daran, weitere Flaschen auf 100% Recycling-PET umzustellen.

Unbedenklich für die Natur

Einweggeschirr, sogenanntes Party-Geschirr, hat hohes Littering-Potenzial. Landen Plastik-Produkte in der Natur, zerfallen sie zwar in immer kleinere Teile, bleiben jedoch im Ökosystem und gelangen so in Böden, Flüsse und Weltmeere. Dies ist bei den ökologischeren Alternativen, die nun schrittweise in das Migros-Sortiment aufgenommen werden, nicht der Fall. Wie die neu eingeführten Produkte korrekt zu entsorgen sind, ist auf der Verpackung jeweils gekennzeichnet. Die Apéro-Picks aus Bambus, Teller aus Palmblatt und die Rührstäbchen aus Holz und Bambus können im Hauskompost mit der Grünabfuhr entsorgt werden. Die übrigen Produkte bauen sich im Gegensatz zu normalem Plastik zwar in der Natur ab, sind jedoch aufgrund der langen Kompostierzeit vorerst im Hauskehricht zu entsorgen. 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Handel
14.01.2020

Ab sofort sind die Wattestäbchen der Lidl-Eigenmarke „Cien“ zu 100 % plastikfrei. Auch die komplette Verpackung besteht aus recyclebarem Karton. Diese Maßnahmen sparen pro Jahr fast 25 Tonnen ...

Madlberger
14.01.2020

Das beginnende zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts steht im Zeichen der Klimakrise und ihrer Bekämpfung durch CO2-Neutralität. Große Anstrengungen sind erforderlich, um die globale ...

Anstelle der bisherigen reinen Kunststoff-Verpackungen werden die Scheiben vom SalzburgMilch Premium Almkönig, Gouda, Emmentaler und Bergkäse künftig in neuen Karton-Tassen verpackt, wodurch 80% Kunststoff eingespart werden kann.
Industrie
08.01.2020

SalzburgMilch startet mit neuen Käsescheiben-Verpackungen ins neue Jahr. Anstelle in die bisher marktüblichen reinen Kunststoff-Verpackungen werden die Scheiben vom SalzburgMilch Premium Almkönig ...

Handel
08.01.2020

Lidl sagt „Pfiat di Plastik“. Seit 1. Jänner 2020 ist es so weit: Die Einweg-Obst- und Gemüsesackerl aus Plastik haben endgültig ausgedient. Alternativ finden Lidl-Kunden schon jetzt biologisch ...

Handel
08.01.2020

Obst & Gemüse von Ja! Natürlich wird schon jetzt zu 75 % lose oder umweltfreundlicher verpackt angeboten. Das laufende Jahr steht bei Ja! Natürlich ganz im Zeichen der harten letzten Kilometer ...

Werbung