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Bio-Milch braucht Pflege, ob durch Bauern oder die Marke Ja! Natürlich (v.r.): GF Martina Hörmer, ML Andreas Steidl und Trendforscherin Helene Karmasin

Milchmarkt ist auch für Ja! Natürlich eine Herausforderung

19.05.2016

Die Bio-Marke der Rewe, Ja! Natürlich, steht vor der gleichen Frage, wie alle anderen Teilnehmer in der Milchindustrie auch: wie wird sich der Milchpreis in Zukunft ändern? Fakt ist: Bio-Milch wird besser bezahlt als konventionelle Milch.

Mit einem Plus von 3,6% und einem Umsatz von 368 Mio. Euro inklusive Großhandel ist Ja! Natürlich weiterhin die klare Nummer Eins im Bio-Lebensmittelhandel. Ja! Natürlich setzt als Österreichs Bio-Pionier immer wieder neue Maßstäbe und treibt Innovationen und Verbesserungen in der Bio-Landwirtschaft voran. Das Ergebnis der ständigen Bemühungen ist das immer größer werdende Vertrauen der Kunden, mit der höchsten Käuferreichweite und Kundenloyalität aller Biomarken. Trend- und Meinungsforscherin Helene Karmasin stellt ebenfalls fest: "Eine Marke muss langfristig aufgebaut werden und durch ihre Transparenz Vertrauen zu den Konsumenten schaffen". Das hat Ja! Natürlich im Bio-Segment erreicht.

Über die Jahre hat man zahlreiche Themen durchgesetzt oder war maßgeblich daran beteiligt: Verbot der Käfigeier in Österreich, Aufzucht der Gockel-Küken, Lancierung der Heumilch, um nur einige Punkte zu nennen. Tierwohl ist zur zeit das aktuellste Thema, das von den Verantwortlichen von Ja! Natürlich angegriffen wird. "Kein Konsument, der Bio kauft, will haben haben, dass das Tier, das er verspeist im leben gelitten hat. Er will kein Leid kaufen", so Martina Hörmer, Geschäftsführerin von Ja! Natürlich. Auch aus diesem Grund ist die Haltung der Milchkühe der Bio-Bauern, die Ja! Natürlich Milch produzieren einheitlich umgestellt. Bei Ja! Natürlich befindet sich seit 2016 keine Trinkmilch-Kuh mehr in Anbindehaltung, die Kühe haben 365 Tage Auslauf im Jahr und sind mindestens 120 Tage davon auf der Weide oder im Hochgebirge auf den Almen. Das ist einzigartig in ganz Österreich. „Derartige Standards sind nur in enger Zusammenarbeit mit den richtigen Partnern wie der Pinzgau Milch und der SalzburgMilch, vor allem aber mit unseren Bio-Bäuerinnen und Bauern im Nationalpark Hohe Tauern und im Salzburger Flachgau möglich. Denn genauso wenig wie man einen Preisverfall durch Regulierungsbehörden stoppen kann, kann man beste Qualität einfach herbeiprüfen oder bestellen. Neue Produkte mit höchster Qualität müssen in fairer und verlässlicher Partnerschaft entwickelt, produziert und zu den Konsumenten gebracht werden“ so Andreas Steidl, leitender Direktor des Qualitätsmanagements von Ja! Natürlich. 

Milch als Wettbewerbsteilnehmer

Dem Handel wird oft vorgeworfen, für die niedrigen Milchpreise verantwortlich zu sein. Tatsächlich wird der Einfluss des Handels in der österreichischen Milchproduktion aber tendenziell deutlich überschätzt, denn nur ein Viertel der produzierten Milchmengen geht in den Lebensmitteleinzelhandel (und ca. 9 % Prozent davon an die Rewe International AG), die restlichen drei Viertel jedoch in Gastronomie, Großküchen und am meisten in den Export. Vor allem am internationalen Markt herrscht ein reger Preiskampf, denn dort hat derjenige eine Vormachtstellung, der am günstigsten produziert – und derzeit wird fast überall billiger angeboten als in Österreich. Während der Preis für konventionelle Milch also kontinuierlich gesunken ist, ist der Preis für Bio-Milch derzeit so hoch wie noch nie. So hat sich der Zuschlag für heimische Bio-Milch innerhalb eines Jahres von 7,5 auf 11 Cent netto erhöht, bei der Ja! Natürlich Top-Qualität wird den Bauern inklusive Heumilchzuschlag sogar ein Aufpreis von 18,3 Cent netto zuerkannt. 

In Österreich lag die Gesamtmilcherzeugung 2014 bei rund 3.494.000 Tonnen, davon waren ca. 14 Prozent Bio-Milch. In Salzburg werden mit mehr als 27.000 Milchkühen 37 Prozent der österreichischen Bio-Milch produziert; der Bioanteil liegt mit 38,5% in Salzburg am höchsten. Steidl ist überzeugt, dass gerade im Milchmarkt noch großes Differenzierungspotenzial für die heimischen Landwirte liegt. Vorausgesetzt, die Produktion orientiert sich an den Bedürfnissen der Kunden und den von ihnen gewünschten hohen Standards, dies betrifft Produktqualität und damit auch die Tierhaltung. Auch wenn in Bio-Betrieben die Einheiten mit 12 Kühen im Durchschnitt kleiner sind als vergleichsweise im konventionellen Bereich, gibt es Verbesserungsbedarf bei Auslauf, Stallhaltung (endgültiger Ausstieg aus der Anbindehaltung), Weidegang und Futter. Solche Mehraufwendungen werden dem Landwirt auch von Handel und Kunde abgegolten. Bestes Beispiel dafür ist die neue Bio-Heublumenmilch von Ja! Natürlich. Sie vereint alle Vorteile der biologischen Landwirtschaft und nimmt mit größtmöglicher Frische, Qualität und höchsten Standards bei Tierwohl eine Alleinstellung im Lebensmittelhandel ein: 365 Tage Auslauf im Jahr, im Sommer frisches Gras, im Winter getrocknetes Heu, nur wenig Bio-Getreide und der konsequente Verzicht auf gärendes Silo-Futter sorgen für Milcherzeugung auf höchstem Niveau. Dies ist Voraussetzung für die einzige am Markt befindliche echte Frischmilch – wie sie ursprünglich im Codex definiert war – also auch mit schonender Be- und Verarbeitung. „Unsere Bio-Heublumenmilch ist ein Musterbeispiel für einen erfolgreichen Premium-Ansatz. Wir können ohne Übertreibung sagen, dass diese Milch die beste Milch ist, die Sie heute in einem Supermarkt kaufen können“, so Hörmer. 

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