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Mit der vollen Wucht der Frucht

07.03.2007

Dieser Umsatz bedeutet einen Rückgang von fast 12 Mio. € gegenüber 2005. Gewinner war Sauermilch mit Frucht, dieses Segment hat von 10 auf 12,5 Mio. € zugelegt.

Die stärksten Einbußen mussten die Frischedesserts hinnehmen: von 51,2 (2005) auf 43 Mio. € (2006). Auch bei Fruchtjoghurt war der Rückgang mit rund 5 Mio. € erheblich. Die Milchmischgetränke konnten sich mit einem Wert von rund 67 Mio. € (2005: 68 Mio. €) einigermaßen behaupten.
Sauermilch mit Frucht:Aufsteiger des Jahres
Auch bei der Menge gab es laut RollAMA Rückgänge: von insgesamt 100 t 2005 auf rund 97 t im vergangenen Jahr. Einziger Ausreißer war auch hier Sauermilch mit Frucht, das um gut 1,5t zugelegt hat. Dieses Segment macht wertmäßig 6 % der Warengruppe aus. Stärkster Teilbereich ist nach wie vor Fruchtjoghurt mit 45%, gefolgt von den Milchmischgetränken (30%) und den Frischedesserts (19%). Die mengenmäßigen Anteile liegen ähnlich hoch.
Im Teilbereich Joghurt wurden im Lebensmittelhandel (inkl. Hofer, Lidl) im vergangenen Jahr rund 100 t verkauft. Die Teilbereiche Sauermilch mit Frucht, Milchmischgetränke auf Joghurtbasis und Naturjoghurt haben zugelegt, Fruchtjoghurt hat leicht verloren.
Diskonter legen bei Wert und Menge stark zu
Im Match LEH gegen Diskonter (Hofer, Lidl) konnten Letztere sowohl bei der Menge als auch bei Wert gegenüber 2005 zulegen: 32% aller im LEH gekauften Fruchtjoghurts wanderten im Jahr 2006 über die Diskontschiene, was einem wertmäßigen Anteil von 23,6% entspricht. Die entsprechenden Werte von 2005: 30,4% Menge und 22,6% Wert.
Besonders stark aufgeholt haben die Diskonter beim Markt-Treiber Sauermilch mit Frucht: von 9,3 auf 27,5% Marktanteil bei der Menge und von 7,1 auf 20,2% beim Wert.
Die Wiener haben 2006 mit 34 € pro Kopf das meiste Geld für Produkte aus der Bunten Palette ausgegeben, gefolgt von den Vorarlbergern (32,9 €) und den Niederösterreichern (29,2 €), die in etwa gleichauf liegen mit Tirol, Steiermark und Salzburg. Im Durchschnitt hat jeder Österreicher im vergangenen Jahr 28,9€ für Produkte aus der Bunten Palette im Lebensmittelhandel ausgegeben. Schlusslicht im Bundesländerranking sind die Burgenländer mit 23,7 €.
Die jüngeren und die älteren Singles sind die treuesten Fans der Bunten Palette, was die Ausgaben pro Kopf im Jahr 2006 betrifft. Die Youngsters kommen dabei auf 38,6 €, die „Oldies“ auf 34,3€.
Viele Hersteller sehen den Zenit der Handelsmarken aus der Bunten Palette schon erreicht. Allerdings wird angemerkt, dass die Grenzen zwischen Markenartikel und Handelsmarken durch ein eigenes branding (wie z. B. „Viva Vital“ von Zielpunkt oder „Ja! Natürlich“ von Rewe) immer mehr verschwimmen. Der Konsument würde diese Handelsmarken als Markenartikel wahrnehmen.Ein Umstand, der noch nicht ausreichend erhoben und beziffert wurde, ist der Eisenbahnzug namens „Bio“ mit einer schier endlos großen Trittbrett-Plattform, die erfolgreich zum „Mitfahren“ einlädt.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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