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Mit Fachwissen auf gutem Kurs

23.02.2006

Die trade.management.consulting GmbH (t.m.c.) vermittelt Kursinhalte, die exakt an die Bedürfnisse des Lebensmitteleinzelhandels angepasst sind.

Neben laufenden Projekten für die führenden Handelsunternehmen hat t.m.c. erst vor kurzem eine vom Arbeitsmarktservice Wien finanzierte Ausbildung für Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer der Bereiche „Obst und Gemüse“, „Brot und Gebäck“ und „Feinkost“ durchgeführt. Alle Teilnehmer erhielten von Betrieben attraktive Job-Angebote. Im Interview mit der LK-Handelszeitung spricht t.m.c.-Geschäftsführerin Monika Halmer über ihre Strategie.LK-Handelszeitung: Stellen Sie bitte Ihr Unternehmen kurz vor.Monika Halmer: t.m.c. besteht seit dem Jahr 2000. Wir haben es mit der Absicht gegründet, dem Handel unser gesamtes Know-how zur Verfügung zu stellen: in Beratung, Recruiting, Aus-, Weiterbildung und Unternehmensberatung. Derzeit beschäftigen wir 20 Vortragende.Welche Notwendigkeiten bestehen im LEH?Halmer: Viele Mitarbeiter im Handel besitzen keine abgeschlossene Berufsausbildung. Da springen wir gerne ein, denn der Beruf der Verkäuferin, des Verkäufers hat in den letzten Jahren nach meiner Erfahrung stark an Image eingebüßt. Früher war die Einzelhandels-Lehre sehr attraktiv, der anzustrebende Beruf, die möglichen Positionen durchaus interessant. Das hat sich sehr zum Negativen hin verändert. Dies deswegen, weil große Ketten, speziell im LEH, begonnen haben, auch ungelerntes Personal zu beschäftigen, rein funktionelle Mitarbeiter, die in erster Linie mit Warenhandling, Regalbefüllung und Bestellsystemen beschäftigt sind. Damit sind die verkäuferischen Fähigkeiten der Mitarbeiter nicht mehr so gefragt. Unsere Vision ist demgegenüber, dass man wieder mit Stolz von sich behaupten kann: „Ich bin Verkäuferin, ich bin Verkäufer.“ Es geht Ihnen also um die Verbesserung der Kundenbeziehung?Halmer: Nicht nur. Es geht auch um die Beziehung zum Produkt. Verkäuferinnen und Verkäufer sollten extrem hohe Produktkenntnisse besitzen. Aufgrund der heute verfügbaren, umfassenden Informationen durch die Medien besitzen viele Konsumenten diese Kenntnisse ja auch. Die Kunden sind also heute sehr gut informiert – dementsprechend erwarten sie auch ein kompetentes Gegenüber.Sie vermitteln also Warenkunde und kommunikative Kenntnisse?Halmer: So ist es. Es geht ja auch darum, den Kunden nicht als König, der „über mir steht“, sondern als Partner zu sehen und auf diese Weise Win-win-Situationen zu schaffen. Genau das sollte wesentliche Kernkompetenz im Verkauf sein.Dabei geht es allerdings nicht um ein aufgesetztes, eingelerntes Lächeln, sondern darum, im Bewusstsein der eigenen Kompetenz Zufriedenheit zu generieren. So gesehen, funktioniert ein beratender Verkauf auch extrem gut. Die schlimme Variante wäre es, den Kunden als Belästigung zu empfinden, „der Kunde stört beim Putzen“. Das ist etwas, was es in der Praxis leider immer wieder gibt und was wir alle nicht haben wollen. Schließlich profitieren ja auch die Unternehmen von einer gefestigten Kundenbindung. Woher kommen Ihre Kunden - Sie kooperieren ja auch mit dem Arbeitsmarktservice?Halmer: Richtig. Es sind teilweise also Menschen, die in einer beruflichen Umorientierung sind, die durch eine bessere Grundausbildung, durch bessere Produktkenntnisse, durch eine bessere Umsetzung vor Ort einen neuen Zugang zu ihrer bisherigen Tätigkeit finden können.Das AMS Wien hat sich für mich als äußerst professioneller und flexibler Partner erwiesen. Ein weiterer großer Teil unserer Tätigkeit sind Schulungen in Zusammenarbeit mit Unternehmen, die sich für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen entschieden haben. Unser Angebot ist für jedes Unternehmen – es sind in der Regel die größten Anbieter des österreichischen LEH – maßgeschneidert, wobei wir uns stark auf die Arbeit am POS konzentrieren. So können wir den in einer beruflichen Umorientierungsphase befindlichen Menschen ein ziemlich genaues Bild von ihrer zukünftigen realen Berufssituation vermitteln.Wieviele Menschen nehmen an Ihren Kursen teil?Halmer: Wir bereiten pro Jahr ca. 1.000 Personen auf die berufliche Tätigkeit im LEH vor. Von diesen rekrutieren sich etwa 60 Prozent aus der Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice. Wir sind dabei sehr stolz, unseren Absolventen – wie beispielsweise im Herbst des Vorjahres – eine 100%-ige Job-Chance bieten zu können. Unsere Ausbildung dauert drei Monate, dabei sind die Kurse in drei praktische Einheiten, wo die Teilnehmer direkt in den Firmen in den von ihnen präferierten Abteilungen mitarbeiten, gegliedert.Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in der Zukunft?Halmer: Ich sehe uns als ein Unternehmen, das sich extrem stark für Service und Kompetenz im österreichischen Handel einsetzt, als kompetenten Partner im Bereich Recruiting und Aus- und Weiterbildung, und natürlich als Kämpfer für mehr Service in den Supermärkten. gstInfo: www.tmc-austria.com

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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