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Mögliche Ansprüche an Schlecker-Familie

06.06.2012

Die Schlecker-Insolvenzverwaltung will alle Hebel in Bewegung setzen, um aus dem verbliebenen Vermögen der Familie von Anton Schlecker noch Geld herauszuholen. Die Schlecker-Gründerfamilie besitzt laut „Handelsblatt“ noch bis zu 40 Millionen Euro.

Die Bildmontage zeigt Anton Schlecker (2.v.l.), Gründer der Schlecker-Drogeriekette, mit seiner Ehefrau Christa und seinen Kindern Lars (ganz li.) und Meike (ganz re.).

Die zentrale Frage ist, ob und wann Anton Schlecker Teile seines Vermögens an Dritte gegeben hat, etwa an Familienmitglieder. Diese Werte könnten nachträglich eintreibbares Vermögen darstellen, um damit die Gläubiger zu bedienen. Laut Insolvenzverwaltung könne das problemlos bis zu fünf Jahre zurück rückbuchbar sein. Die Millionen der Schleckers seien zum größten Teil im Besitz der Kinder, die Villa der Familie gehöre der Ehefrau Anton Schleckers, der in der Insolvenz mit seinem Privatvermögen haftet. Sein gesamtes Vermögen - privat und geschäftlich - ist bereits Teil der Insolvenzmasse.

Die Frage ist nun, ob da noch mehr zu holen ist - etwa wegen Schenkungen aus der Vergangenheit. Der Firmenchef galt früher als Milliardär. In Österreich wurde das Schlecker-Logistik-Center im niederösterreichischen Pöchlarn laut Medienberichten am 29. Februar 2012 von den Schlecker-Kindern gekauft. Außerdem sicherten sich Lars und Meike Schlecker das Logistikcenter im steirischen Gröbming. Zuvor wurde am 17. Jänner 2012 der Unternehmenssitz von Schlecker Österreich im oberösterreichischen Pucking von den Schlecker-Kindern übernommen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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