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Mondelez: Österreich als Schnittstelle

02.06.2017

Seit 130 Jahren ist Mondelez in Österreich vertreten - damals unter anderem Namen. Vorarlberg war der erste Auslandsstandort des Unternehmens Suchard, aus dem ein internationaler Konzern mit starker CSR-Affinität wurde.

Andreas Kutil ist für das Geschäft in Österreich, Ungarn, Tschechien und Slowakei verantwortlich

Die jüngsten Veränderungen im Konzern nach der Trennung in Mondelez und Kraft fanden letzztes Jahr statt, als man das Kaffee-Geschäft an Douwe Egberts abgab. Übrig blieben die drei Hauptegschäfte Schokolade, Kekse und Meals (Philadelphia),. Für die Bereiche in Österreich, Ungarn, Tschechien und Slowakei ist Andreas Kutil verantwortlich, er selbst ist seit zwei Jahrzehnten im Unternehmen tätig. Für Corporate & Government Affairs Österreich, Ungarn und Schweiz zeichnet Andrea Kaderschabek-Sledz verantwortlich.

Das internationale Snacking-Unternehmen ist Marktführer im gesamten Schokolade-Segment in Österreich mit 29,5 %* Marktanteil. Mit 61,4 %* Marktanteil im Tafel-Segment liegt der Lebensmittelhersteller weit vor seinem Mitbewerber Lindt an erster Stelle. „Über die steigenden Marktanteile bei Milka-Tafeln freuen wir uns natürlich besonders“, erklärt Andreas Kutil stolz. Im Keks-Segment (17,2 %)* zu dem u.a. Oreo, Mikado oder belVita gehören, liegt Mondelez Österreich hinter Bahlsen (23,6 %)*. Den Pralinen-Markt führt Ferrero (27,6 %)* an, Mondelez Österreich liegt auf Platz 4 (15,5 %)*. Auch der beliebteste Frischkäse Österreichs gehört zur Mondelez-Produktfamilie: 43,8 %* haben gerne Philadelphia auf ihrem Brot.

Bludenz: einziges Kompetenzzentrum für Großtafeln in Europa 

Österreich ist auch als Produktionsstandort für Mondelēz International attraktiv. In Vorarlberg wird bereits seit 1887 Schokolade produziert. Heute liegt in Bludenz das einzige Kompetenzzentrum für Großtafelproduktion in Europa mit rund 320 Mitarbeitern. Die 200 bis 400 Gramm schweren Schokoladetafeln stammen aus der drittgrößten europäischen Schokoladefabrik des Konzerns und werden in mehr als 30 Länder weltweit verteilt. Pro Tag laufen über 600.000 Milka-Großtafeln in Bludenz vom Band. Auch die Marken Bensdorp, Suchard, Cadbury, Marabou, Lacta und AlpenGold werden dort produziert. „Ein Viertel der Produkte ist für die DACH-Region bestimmt“, erläutert Kutil.

Salzburg: Mirabell Produktion zur Gänze in Österreich 

Die Mirabell Mozartkugel wird als einzige industriell gefertigte Salzburger Mozartkugel tatsächlich in Mozarts Geburtsstadt hergestellt – und das immer noch nach dem Originalrezept der 1920er Jahre. 14 Arbeitsschritte und 2,5 Stunden Fertigungszeit braucht es, bis eine der Mirabell-Pralinen fertig ist. Dafür ist sie auch als einzige vollkommen rund. Die klassische Süßigkeit hat nach wie vor eine große Fangemeinde: Würde man alle in einem Jahr produzierten Mozartkugeln und Taler aneinanderreihen, käme man von Salzburg nach 
Helsinki oder bis nach Madrid.

Mondelēz International war die letzten 13 Jahre mit einem Büro in Wien Penzing (Betriebsgebiet Auhofcenter) vertreten. Im April 2017 rückte das Österreich Headquarter nun vom Stadtrand näher ins Zentrum. Seither ist neben dem Schloss Schönbrunn der neue Mondelez Österreich Standort. „Ein wesentlicher Beweggrund für ein neues Bürogebäude war die Anbindung an die U-Bahn, von der alle Mitarbeiter profitieren“, erklärt Kutil. Die zeitgemäße Ausstattung schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Durch die individuelle Gestaltung einzelner Besprechungsräume, bei der auch die Mitarbeiter sich einbringen konnten, wie beispielsweise dem „Toblerone“-Raum, erhöht Mondelez die Markenidentität am Arbeitsplatz. Wien ist neben dem Hauptquartier für Österreich auch für das HUBManagement der Nachbarländer Ungarn, Tschechien und Slowakei verantwortlich.

Mondelez hält mit Schokolade einen Marktanteil von 28 %*1 und mit Keksen 33 %*1 in Ungarn. Vor allem im Keks-Segment ist dieser fast doppelt so hoch wie in Österreich. Auch fast die Hälfte der Produkte am ungarischen Bonbonmarkt (48 %)*1 wird von Mondelez abgedeckt. Die beliebtesten ungarischen Produkte sind die Györi Bonbons und Kekse, die direkt in den beiden landeseigenen Produktionsstätten Györ und Székesfehérvár hergestellt werden. Zusätzlich mit der Mondelez Business Unit in Budapest ist das Snacking-Unternehmen ein wichtiger Arbeitgeber vor Ort.

Mondelez Tschechien hat den größten Marktanteil (50 %)*1 im Keks-Segment. Drei tschechische Keks-Werke in Lovosice, Marienbad und Opava produzieren u.a. Oreo, belVita sowie heimische Marken wie Kolonada, Zlaté und Fidorka. Halls Bonbons machen in Tschechien und der Slowakei nur einen kleinen Teil des Mondelez Geschäftes aus. Auch in der Slowakei (HQ in Bratislava) wird produziert: Die Schokoladenfabrik in Bratislava erzeugt beispielsweise die lokale Traditionsmarke Figaro sowie einige Cadbury Produkte. Knapp aber doch liegt auch der Marktanteil im Keks-Segment (28 %)*1 in der Slowakei vor der Schokolade (28 %1; Vergleich CZ: 20 %1)*.

Investitionen in Schokoinnovation in Österreich 

In den vier HUB-Ländern sind klare Unterschiede im Naschverhalten zu erkennen. Dass Österreich das Land der Schokolade ist, stellt keine Überraschung dar. Genascht wird hierzulande aber hauptsächlich am Abend, während in Ungarn und Tschechien die Schokolade auch bereits gerne am Vor- und Nachmittag gegessen wird. Klarer Favorit in allen vier Ländern ist immer noch die Milchschokolade, wenn doch auch bei Sorten mit höherem Kakaoanteil ein Wachstum zu verzeichnen ist. „Dies ist zweifellos darauf zurückzuführen, dass der Lebensstandard meist mit dem Alter steigt und man sich dann bewusst für die dunkle Schokolade entscheidet“, stellt Kutil fest und meint ergänzend, „dass im fortschreitenden Alter auch der Geschmackssinn differenzierter wird.“ Diesem schon seit Jahren anhaltenden Trend zu außergewöhnlichen Geschmacks- Erlebnissen durch unterschiedliche Texturen und Füllungen trug Mondelez zum Beispiel mit dem Launch von Schokoladetafeln mit mehreren Inhalten Rechnung, z.B. mit der 2016 gelaunchten Milka Peanut-Caramel oder den brandneuen Milka Waves Sorten. Hand in Hand mit diesen Produktinnovationen gingen Investitionen in eine neue Maschine im heimischen Werk in Bludenz. Mit der Investition in den Geschmack von morgen treibt Mondelez Innovationen in der Produkterstellung voran und baut damit sowohl seine Marktführerschaft bei Milka Tafeln, als auch seine Rolle als starker Player am Wirtschaftsstandort Österreich weiter aus.

Nachhaltigkeit bei Mondelēz International 

Die Nachfrage nach Schokolade wächst global und mit ihr die Nachfrage nach Kakao. Als weltweit größtes Schokoladenunternehmen will Mondelēz International diese Entwicklung mit einer leistungsfähigen und nachhaltigen Kakao-Wertschöpfungskette vorantreiben. Zu diesem Zweck wurde das Programm „Cocoa Life“ ins Leben gerufen (www.cocoalife.org). Das Ziel dahinter ist, Kakaobauern darin zu unterstützen, nachhaltigen Kakao anzubauen. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm soll aufstrebenden Gemeinden in den Ursprungsländern geholfen werden, sich weiter zu entwickeln. Davon profitieren vor allem die Menschen vor Ort, gleichzeitig hilft das Projekt dem Snacking-Unternehmen, den Bedarf an Kakao in gleichbleibender Qualität zu decken. Cocoa Life wurde 2012 von Mondelēz International gegründet. Bis 2022 investiert das Unternehmen mind. 400 Mio. US-Dollar in das Programm. Damit werden 200.000 Kakaobauern und die Lebensumstände von 1 Mio. Menschen in den Anbaugemeinschaften der für Mondelez sechs wichtigsten Kakaoherkunftsländer verbessert (Elfenbeinküste, Ghana, Indien, Indonesien, die Dominikanische Republik und Brasilien). Gemäß dem jüngsten Fortschrittreport wurden Ende 2016 bereits 92.000 Kakaobauern in 861 Gemeinden in Ghana, der Elfenbeinküste, in Indonesien und Indien erreicht. Im Jahr 2016 wurden 21% des Mondelēz International Bedarfs mit Kakao aus nachhaltigem Anbau gedeckt.

* *Nielsen Tracker, Österreich exkl. Hofer und Lidl 
1arithmetisch gerundet

 

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