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Zwei Drittel der befragten Österreicher öffnen und geben „Süßes“, weil sie „Saures“ nicht mögen.

Morgen wird’s gruselig

29.10.2013

Am 31. Oktober ist Halloween und das Land ist gespalten. Kein anderer Brauch scheidet die Geister stärker als das neu aufgelegte Kürbisfest. Das Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com hat mehr als 500 Österreicher rund um ihre Einstellung zum Trend Halloween befragt. Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Österreicher hält Halloween für eine unnötige Übernahme einer irisch/ amerikanischen Tradition. Dennoch gewinnt der importierte Grusel von Jahr zu Jahr mehr Fans, vor allem unter den Jungen. In Österreich feiert bereits jeder Vierte Halloween, bei den Unter-30-Jährigen sogar jeder Zweite - vorrangig mit Partys. Zwei Drittel würden Kinder, die am 31. Oktober an der Haustüre mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ Süßigkeiten einfordern, mittlerweile beschenken.

Zwei von fünf Befragten (41,5%) haben laut Studie eine negative Einstellung gegenüber dem neuen Brauch. Fast schon könnte man vom Generationenkonflikt „Halloween“ sprechen, beschränken sich die Fans in der Alpenrepublik doch größtenteils auf die Unter-30-Jährigen. So steht jeder zweite österreichische Jugendliche (52,1%) Halloween positiv gegenüber und hält es für ein lustiges Fest (54,3%). Kein Wunder, denn Österreichs Jugendliche feiern den neuen Brauch in erster Linie mit Partys.

 

Jeder vierte Österreicher macht mit

Dennoch lässt sich feststellen, dass der Brauch hierzulande von Jahr zu Jahr mehr Fans in der Gesamtbevölkerung gewinnt. So ist die Zahl der Halloween-Gegner innerhalb von nur einem Jahr um ein Fünftel gesunken („auf jeden Fall/eher eine unnötige irisch/amerikanische Sitte“: 2012 64,7%; 2013 53,6%). „In Österreich feiert mittlerweile jeder Vierte Halloween, unter den Unter-30-Jährigen sogar jeder Zweite. Auch das traditionelle Kürbisschnitzen ist in Österreich mittlerweile mit Halloween verschmolzen“, erklärt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. Zwei von drei Österreichern (65,9%) würden Kinder, die am 31. Oktober an der Haustüre mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ Süßigkeiten einfordern, entsprechend beschenken. Nur 7 Prozent der Befragten würden diese wieder wegschicken, 22 Prozent würden erst gar nicht aufmachen.

 

Das lukrative Geschäft mit dem Gruselkult

Lukrativ erscheint der Halloween-Trend nach Meinung der Befragten vor allem dem Handel und der Gastronomie. Jeder zweite Österreicher (49,9%) ist voll und ganz davon überzeugt, dass Halloween einzig und allein dem Umsatzwachstum dieser Branchen dient, vor allem die älteren Befragten. Die Vorstellung, dass Halloween Allerheiligen und Allerseelen immer mehr in den Hintergrund drängen könnte, schlägt jedoch zwei Drittel der Österreicher (66,1%) zumindest etwas aufs (Party-) Gemüt. Auch gegenüber dem Allzeitklassiker Fasching hat der Neuling Halloween (noch) deutlich Nachrang. Im Vergleich mögen 55 Prozent der Österreicher den guten alten Fasching doch deutlich lieber als den neuen importierten Brauch (8,5%). Wenigstens daran hat sich in jüngster Vergangenheit nichts geändert (2013: 54,7%; 2012: 55,8%).

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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