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MPreis: Verwenden statt Verschwenden

13.06.2018

MPreis sagt Lebensmittelverschwendung verstärkt den Kampf an. Der Händler hat sich eine Reihe von Initiativen überlegt, um den Verlust von Essen und Trinken etc. zu reduzieren.

Noch immer landet in Österreich jährlich eine Menge einwandfreier Lebensmittel in der Tonne. Den Handel stellt dieses Problem vor eine noch größere Aufgabe als die Haushalte, denn zum einen wünschen sich die Kunden volle Regale mit einer möglichst großen Auswahl, zum anderen wird das Mindesthaltbarkeitsdatum oft mit einem Verfallsdatum gleichgesetzt. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatums erst einmal überschritten, werden aus Lebensmitteln per Gesetz Abfälle. Obwohl viele Produkte selbst längere Zeit nach Ablauf des MHD durchaus unbedenklich und geschmacklich einwandfrei sein können. Trotzdem wird Ware mit einem zeitnahen Datum nicht mehr so gern gekauft. Damit nicht mehr so viele eigentlich noch genießbare Produkte in der Tonne landen. Dagegen will das Tiroler Handelsunternehmen jetzt vor.

Von Last Minute Regalen und Alkohol aus Brot

Ab sofort wird in den sogenannten „Last Minute Regalen“ einwandfreie Ware kurz vor Erreichen des MHDs stark verbilligt angeboten. Kennzeichnungen mit Aufklebern, sowie die Sammlung in einem eigenen Regal helfen den Kunden dabei die Schnäppchen zu finden. Nach demselben Prinzip wird in den Baguette Filialen Brot vom Vortag zum halben Preis verkauft. Verwertungsideen gibt die kostenlos erhältlichen Rezept-Broschüre „Man nehme: Brot von gestern“. Da alle Brote ohne Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel und Emulgatoren hergestellt werden, können unvermeidbare Überschüsse auch für die Tierfütterung verwendet werden. Tatsächlich konnte auch eine Methode entwickelt werden, um Altbrot zu regionalen Spezialitäten wie den „Herr Friedrich Tiroler Gin“ oder das „Baker’s Ale Craft Beer“ zu verwandeln. Bald soll dafür eine eigene Brennerei mit einer noch größeren Produktpalette entstehen, die Rezepturen für Eierlikör und Schokolikör aus gerettetem Brot sind bereits entwickelt und auch ein Tiroler Whisky soll bald gebrannt werden. Ziel ist es, alle Brotreste in der Brennerei zu verwerten.

MPreis hat was zu verschenken  

Abgesehen von diesen Verwertungsmöglichkeiten ist die Unterstützung von sozialen Einrichtungen weiterhin eine der bevorzugten Strategien zur Vermeidung unnötiger Abfälle. Beispiel hierfür sind die Tiroler Sozialmärkten, wo Menschen mit einem niedrigen Einkommen zu besonders günstigen Preisen einkaufen. Die Supermarktkette spendet regelmäßig nicht nur Waren nahe dem Mindestverbrauchsdatum, sondern auch viele Artikel mit geringen optischen Mängeln. Auch das Team der Österreich Tafel des Roten Kreuzes wird unterstützt, indem es einwandfreie Nahrungsmittel erhält.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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