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Nachweisbar

27.05.2009

Nach dem Fund von Kokainspuren in Red-Bull-Cola in Deutschland sind in Österreich die Untersuchungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) noch im Laufen.

Aber schon zuvor sollen Rechtsexperten darüber nachdenken, was passiert, wenn tatsächlich Kokainspuren gefunden werden: Das sei ein rechtlich neues Problem in der Abgrenzung zwischen Lebensmittelrecht und Suchtmittelrecht, hieß es aus dem Gesundheitsministerium nach einer Sitzung Montagnachmittag zum Thema.

Bei der in Deutschland gefundenen Menge von 0,4 Mikrogramm Kokain pro Liter besteht keine Gesundheitsgefährdung, allerdings gibt es rechtlich ein Problem: Kokain ist in Österreich verboten. Werden Kokainspuren gefunden, fällt das bisher als Lebensmittel am Markt befindliche Red-Bull-Cola folglich unter das Suchtmittelgesetz. Das "Problem" ergibt sich sozusagen durch die immer feiner werdende Analysemethoden und Technik und dürfte wohl auch andere Produkte betreffen.

Experten sollen sich nun dieser "neuen Schnittstelle" annehmen, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Ein von Red Bull beim österreichischen Institut Belan in Auftrag gegebene Gutachten hingegen hat laut dem Unternehmen keine Kokain-Spuren nachgewiesen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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