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Nahrungsergänzung - Neue Technologien

06.07.2005

Ao. Univ.-Prof. DI Dr. Emmerich Berghofer, Department für Lebensmittelwissenschaften und -technologie der Universität für Bodenkultur, Wien, erläutert die wesentlichen Begriffsbestimmungen:
Funktionelle Lebensmittel (FL) sind Lebensmittel, die über ihrem Ernährungswert einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und das körperliche und geistige Wohlbefinden des Konsumenten ausüben und Krankheiten vorbeugen. Der tertiäre Zusatznutzen von FL wird jeweils durch spezielle, bioaktive Inhaltsstoffe, oder auch durch das Fehlen bestimmter Inhaltsstoffe bewirkt. Das Hauptaugenmerk der Lebensmitteltechnologie liegt immer mehr auf der Entwicklung sanfter Verarbeitungstechniken. Durch die Entkoppelung von Zubereitung und Verzehr bei den Fertiggerichten steigt insbesondere der Bedarf an schonenden Haltbarkeitsverfahren. Durch Anleihen aus anderen Technikbereichen wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Methoden auf diesem Gebiet entwickelt. Gegenwärtig versucht man beispielsweise auch die Erkenntnisse der Nanotechnologie für die Lebensmittelverarbeitung nutzbringend anzuwenden.

Gesundheitsbezogene Angaben
Infolge einer Anpassung an die so genannte Etikettierungsrichtlinie 2000/1 3/EG normiert das Österreichische Lebensmittelgesetz 1975 - LMG 1975 seit einer Gesetzesnovelle im August des Jahres 2003 ein Verbot krankheitsbezogener sowie irreführender Angaben für Lebensmittel; so auch das künftige Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz -LMSVG. Es liegt in der unternehmerischen Sorgfaltspflicht, dass die verwendeten gesundheitsbezogenen Angaben den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Die künftige EG-Verordnung soll die allgemeinen Grundsätze der Etikettierungsrichtlinie ergänzen und spezifische Vorschriften für die Verwendung von nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben bei Lebensmitteln festlegen.

Nahrungsergänzungsmittel
Gemäß § 3 LMG 1975 bzw. § 3 Z 4 LMSVG sind Nahrungsergänzungsmittel Lebensmittel, die dazu bestimmt sind, die normale Ernährung zu ergänzen und die aus Einfach- oder Mehrfachkonzentraten von Vitaminen oder Mineralstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung bestehen und in dosierter Form in Verkehr gebracht werden, d.h. in Form von z. B. Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen und anderen ähnlichen Darreichungsformen, Pulverbeuteln, Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen.
Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel. Für Nahrungsergänzungsmittel gilt derzeit noch die Verpflichtung zur Meldung (vgl. § 18 LMG 1975).

Nähere Vorschriften (insbesondere Kennzeichnungsvorschriften) bezüglich des In-Verkehrbringens von Nahrungsergänzungsmitteln finden sich in der Nahrungsergänzungsmittelverordnung, BGBI. II Nr. 88/2004. Diese Verordnung stellt eine Umsetzung der Richtlinie 2002/461EG zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Nahrungsergänzungsmittel dar.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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