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Nahversorgung: Rot-weiß-rotes Erfolgsmodell

14.11.2005

Post-Partner bringen allen etwas“, freuten sich Dr. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, und Dr. Herbert Götz, Vorstandsdirektor der Österreichischen Post AG. Sie eröffne-ten kürzlich den 75. Post-Part-ner des Jahres 2005, der von Adolf Donabaum in seinem „Nah&Frisch“-Geschäft in Rohrendorf bei Krems in Niederösterreich betrieben wird.Es gelte die Nahversorgung für die Bürger mit starker Unterstützung des Handels sicherzustellen. Die Wirtschaft bringe mit den qualifizierten Kaufleuten und Gewerbetreibenden, die die Postpartner in ganz Österreich betreiben, qualitativ und quantitativ hochwertiges Know-How ein, so Leitl. „Post-Partner sind eine hervorragende Alternative zu Postämtern, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr weiter zu betreiben sind. Umfragen unter Kunden beweisen das eindrucksvoll“, betonte Götz: Kunden schätzen die in der Regel längeren Öffnungszeiten des Post-Partners, der Post-Partner dürfe sich über höhere Kundenfrequenz und Umsatzsteigerungen freuen, die Gemeinde profitiere durch den Erhalt der Infrastruktur. „Post-Partner stellen eine Win-win-win-Situation für alle Beteiligten dar“, formulierte es Leitl.Wie versprochen sei kein Postamt ersatzlos aufgelassen worden, hielt Götz fest. Die gefundenen Alternativen gewährleisteten für alle Standorte adäquate Ersatzlösungen und damit eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen. Donabaum ist der 75. Post-Partner, der heuer den Betrieb aufgenommen hat. Insgesamt gibt es bereits 197 Post-Partner, mit drei weiteren sind die Verhandlungen so gut wie abgeschlossen. Österreichweit gibt es derzeit mehr als 650 stationäre Lösungen für Orte ohne Postämter: Neben den Post-Partnern sind das 361 Post-Servicestellen sowie 92 Post-Abholstellen. Darüber hinaus wurden in jüngster Zeit zwei so genannte Post-Mobile ihrer Bestimmung übergeben.Der Wirtschaftskammer Österreich und der Post AG ist es auch ein Anliegen, die Konditionen laufend den sich ändernden Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. So konnten im Zuge des Ausbaus der Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Post nach konstruktiven Verhandlungen zuletzt folgende Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Postpartnerschaften erzielt werden: Erhöhung des Investitionszuschusses für Postpartner-Betriebe auf 85 Prozent, Halbierung der Online-Gebühr sowie die Anbindung der Provisionsgebühren, die Postpartner für erbrachte Leistungen  bekommen, an den Verbraucherpreisindex.

Donabaum berichtete von einer ersten monatlichen Provision in der Höhe von 500 Euro. Die zusätzliche Arbeit werde im Ein- bzw. Ausgangsbereich zusammen mit der Kassiertätigkeit abgewickelt. „Die Post-Partnerschaft entspricht meiner Auffasung einer multifunktionalen Nahversorgung“, so Donabaum. Großhändler KR Julius Kiennast freut sich darüber, dass Nah&Frisch die meisten Post-Partnerschaften (35) unterhält.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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