Direkt zum Inhalt

Natur pur

17.07.2002

Durch den Einstieg der Handelsketten in den Bio-Markt hat die Produktion von biologischem Obst und Gemüse einen deutlichen Aufschwung erlebt.Essen war einmal die natürlichste Sache der Welt. Mit dem Einsatz von Agrarchemie in der Landwirtschaft sowie von Zusatzstoffen und ganz neuen Technologien in der Lebensmittelverarbeitung ist es für Konsumenten zunehmend eine Wissenschaft geworden, Qualität und Sicherheit zu beurteilen.

Die aktuellen Skandale bei Rind- und Schweinefleisch haben bewirkt, dass Konsumenten massiv verunsichert sind, was sie noch gefahrlos essen können. Sie greifen daher verstärkt auf Lebensmittel von Bio-Bauern zurück, weil diese die höchstmögliche Natürlichkeit signalisieren.

Bio-Bauern wissen, welcher Boden ihrem Gemüse gut tut: Durch eine bewusste Fruchtfolge kann der Boden das nötige Nährstoffangebot aufbauen. Mit der „Null-Chemie-Garantie“ wird entsprechend einer europaweit geregelten Gesetzeslage (EU-Verordnung „Ökologischer Landbau“) und den noch strengeren Richtlinien des Verbandes „Ernte für das Leben“ gänzlich auf chemisch-synthetische Dünger und auf den Einsatz von Pestiziden und Fungiziden verzichtet. Unkrautvernichtung erfolgt thermisch, mechanisch oder mit Hand. Diese schonende Behandlung dankt das Bio-Gemüse vor allem mit dem typischen Geschmack, aber auch an der kräftigen Farbe, und am köstlichen Geruch gibt sich Bio-Gemüse zu erkennen. Übrigens: Kontrolliert wird jeder Bio-Bauer und Bio-Verarbeiter mindestens jährlich von einer staatlich autorisierten Bio-Kontrollstelle (z. B. „Austria Bio Garantie“).
Eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen mit den modernsten Methoden brechen eine Lanze für Bio: Sowohl ernährungsphysiologisch als auch im sensorischen Vergleich, in Fütterungs- und Futterwahlversuchen bei Tieren und bei Untersuchungen zu Trockenmasse- und Aminosäuregehalten. Dazu gibt es übrigens für alle Interessierten und Zweifler eine mit hochkarätigen Referenten besetzte Tagung über die besondere Qualität von Bio-Lebensmitteln am 22. und 23. März in Waidhofen/Ybbs. (Info: Tel. 0732/654884-15)

Der Absatz von Bio-Gemüse wächst kräftig. Besonders bei Bio-Erdäpfeln, Bio-Karotten und Bio-Zwiebeln steigen die Absatzmengen überdurchschnittlich. Neben der traditionell starken Direktvermarktung ist mit dem Einstieg der großen Handelshäuser Billa/Merkur (Ja!Natürlich), Spar (Natur*pur), sowie Adeg und Nah&Frisch sehr stark gewachsen. Im vergangenen Jahr wurden noch dazu rund 25 Prozent aller in Österreich produzierten Bio-Kartoffeln exportiert.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Zu den 13 Kräutern gesellen sich jeweils die Namensgeber als dominanter Einzelgeschmack.
Industrie
24.06.2019

Anlässlich des Jubiläumsgewinnspiels „130 Jahre Bonbonmeister Kaiser Austria!“ verschickt der Bonbonmeister von Juni bis August prall gefüllte Zuckerl-Koffer!

Markenartikel
24.06.2019

Die Neoh Schokoriegel mit 90 Prozent weniger Zucker verkauften sich seit ihrem Markteintritt bereits 9 Mio. Mal. Nun folgt eine dritte Sorte.

Industrie
24.06.2019

Die Mondi Gruppe hat eine voll recycelbare Polypropylenstruktur für Tiefziehanwendungen entwickelt, die eine Verbesserung der CO2-Bilanz im Vergleich zu bestehenden Verpackungen um 23 % erreicht ...

Claudia Anders übernimmt bei Rewe die Bereichsleitung der neuen Abteilung "Konzern Media Services"
Karriere
24.06.2019

Die Rewe Group besetzt die Leitung des Anfang 2019 neugeschaffenen Media-Service-Bereichs mit einer ausgewiesenen Media-Expertin.

DocLX-Gründer Alexander Knechtsberger und Marketagent.com-Geschäftsführer Thomas Schwabl stellten in der Vorwoche die Ergebnisse der Jugendstudie vor.
Thema
24.06.2019

Eine Umfrage unter 2.263 jungen Menschen zwischen 14 und 29 Jahren zeichnet ein interessantes Bild der heimischen Jugend.

Werbung