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Neue österreichische Fachmarkt-Kette für Osteuropa

28.04.2006

Einzigartiges Konzept: einheitliche Optik und standardisierter Branchenmix -elegante Architektur als Wettbewerbsfaktor - erste City Center werden im Herbst 2006 in Braunau und Peuerbach (OÖ) eröffnet - zehn Standorte in der Slowakei fix - City Center in Kroatien, der Ukraine und Bulgarien geplant - neue Delta-Tochter ALFA Development für City Center-Entwicklung gegründet

Österreich und die Staaten Zentral- und Osteuropas sind die Zielmärkte für eine neue, österreichische Fachmarkt-Kette, die heute vom Architektur- und Baumanagementbüro Delta (Büros in Wels, Wien und Trebic/Tschechien) gemeinsam mit Partnern vorgestellt wurde. Die neuen "City Center" zeichnen sich zum einen durch ihren einheitlichen optischen Auftritt aus: Frisches Grün als Signalfarbe auf Logo und Gebäude und klare, elegante Architektur kennzeichnet alle City Center. Grün wurde dabei von den Architekten bewusst gewählt, ist es doch die Farbe der Ausgeglichenheit und Hoffnung, aber auch des Wachstums - also ideal für Handelsflächen. Andererseits will die neue Fachmarkt-Kette dem Besucher durch einen weitgehend standardisierten Mieter- bzw. Branchenmix die Orientierung erleichtern: Der Kunde soll wissen, was ihn in einem City Center erwartet.
Und das ist nicht wenig. Denn als Mieter mit von der Partie ist vieles, was in der Handelszene Rang und Namen hat: Unter anderem laufen Gespräche mit zahlreichen österreichischen und deutschen Handelsketten, wie z.B. mit DM und Deichmann. An den zehn City-Center-Standorten in der Slowakei ist auch ein großer Lebensmittel-Diskonter mit dabei.

Standorte in Innenstadt-Nähe
Das City-Center-Konzept mit einheitlichem Außenauftritt und standardisiertem Branchenmix ist in Österreich einmalig. Wie der Name nahe legt, sollen die Zentren primär im Nahbereich von Innenstädten errichten werden. Am ersten City Center in Braunau (OÖ) wird bereits gebaut. Die Eröffnung des 7.600 m2 großen Fachmarktzentrums ist für Herbst 2006 geplant. Als Mieter werden DM, Österr. Post AG, Esprit, Intersport, Vögele Shoes, Libro, Takko, Kik, Muki, Jello, Vital Cafe und Mac Pash (Tom Taylor) vertreten sein. Braunau soll als Referenzprojekt für die geplanten City Center in Osteuropa dienen: "Wir freuen uns schon auf die Besuche von interessierten Bürgermeistern aus unseren Nachbarländern", meint Baumeister Willhelm Greiner von DELTA. Weitere City Center entstehen derzeit in Peuerbach (OÖ), Kitzbühel und Lienz (jeweils rund 2.000 m2 Brutto-Geschoßfläche, Eröffnung im Herbst 2006). DI Knut Drugowitsch, geschäftsführender Gesellschafter von Delta und eines der Masterminds hinter dem neuen Konzept: "Bei der Grundstücksauswahl konzentrieren wir uns primär auf Bezirkshauptstädte. Unser Ziel ist eine Aufwertung der innerstädtischen Infrastruktur. Mit unseren Fachmarktzentren möchten wir dazu beitragen, kleineren Städten, die ohnehin meist unter der Abwanderung von Handelsflächen an die Peripherie leiden, wieder neue Zentren zu geben - eben echte City Center." In Gemeinden, die keine Städte sind, werden die Märkte unter "cc Center" firmieren. Ingesamt, schätzt Drugowitsch, wäre in Österreich Platz für fünf bis zehn derartige Zentren.

Große Pläne in der Slowakei
Der Hauptfokus der City Center-Kette liegt jedoch nicht in Österreich, sondern in den Ländern Zentral- und Osteuropas. In den nächsten fünf Jahren werden in der Slowakei zehn City Center entstehen, und zwar drei Standorte in Bratislava sowie weitere in den Städten Trnava, Nitra, Trencin, Prievidza, Zilina, Zvolen und Presov. Die Verkaufsflächen dieser Center liegen zwischen 5.000 und 8.000 m², die Gesamtfläche beträgt jeweils ca. 34.000 m2. Anders als in Österreich, wo die City Center als reine Fachmarkt-Zentren ohne Lebensmittelhandel auftreten, ist in der Slowakei auch ein großer deutscher Lebensmittel-Diskonter an allen Standorten mit dabei, wobei die Filialen in den größeren City Centern eigenständig neben dem jeweiligen Zentrum platziert sein werden. "Mit zehn Standorten ist das Potential in der Slowakei aber noch lange nicht ausgeschöpft. Wir haben noch sieben zusätzliche City Center in Planung." gibt sich Wolfgang Buchgeher von ALFA optimistisch.
ALFA Development ist ein Joint Venture der Delta-Gruppe, gemeinsam mit Immoproject Buchgeher Gmbh, Linz sowie der Immo-Top Gruppe rund um Erwin Hammerlitz aus Vöcklabruck, das gegründet wurde, um die City Center Fachmarktkette zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. Delta besitzt über die unmittelbare Tochter IMMOPROJECT Slovakia sro. 34 Prozent an ALFA Development.

Kostenvorteile für die Mieter
Das einzigartige Konzept der Kette bringt nicht nur Vorteile für den Besucher, wie Wiedererkennungseffekt und Verlässlichkeit des Angebotes. Auch die Mieter profitieren: Denn durch die elegante Architektur heben sich die City Center deutlich von anderen Fachmärkten ab. Darüber hinaus können durch die standardisierte Bauweise Kostenvorteile bei Planung und Errichtung erzielt und an die Mieter weitergegeben werden. DI Drugowitsch, dessen Delta Gruppe für Architektur und Planung verantwortlich ist: "Wir haben einen variablen Baukörper entwickelt, der mit wenigen Planungsschritten an die verschiedensten Grundstücksgrößen und -Formen angepasst werden kann. Hier fließt natürlich unser jahrelanges Know-How in der Planung und Sanierung von Einkaufszentren ein. Und last but not least profitieren die Mieter von der Tatsache, dass sie mit der ALFA einen einzigen Ansprechpartner für sämtliche Belange haben - von der Grundstückssuche bis zum Vertragsabschluss."
ALFA plant, den Mietern auch Facility Management-Dienstleistungen anzubieten. Angedacht ist, dass Center Management und Hausverwaltung - wie beim Referenzprojekt in Braunau - von ALFA gemeinsam mit Immoproject Slovakia und der Hausverwaltungstochter der Österreichischen Post AG, Post.Immobilien, in der Slowakei realisiert wird.

Ideale Basis für die Ost-Expansion
Weil die zukünftigen Mieter in allen City Centern gleiche Bedingungen vorfinden, ist die neue Fachmarkt-Kette eine ausgezeichnete Basis für die Ost-Expansion von Handelsketten, die das Rollout ihrer neuen Standorte gezielt planen und umsetzen können. Darüber hinaus plant die DELTA-Tochter ALFA Development für ihre Mieter auch geeignete Logistikstandorte für Zentrallager etc.
Nicht nur die Mieter, auch die (zukünftigen) Investoren können auf einheitliche Standards zurückgreifen, was die Due Dilligence (Projektbewertung) erheblich erleichtert. "Wir versuchen alle Anforderungen unter einen Hut zu bringen: Mieter, Investoren und das kaufkräftige Publikum", erläutern die Projektpartner Mag. Erwin Hammerlitz (Immo-Top) und Wolfgang Buchgeher, MSc (Immoproject Buchgeher).



Ziel: Verkauf an Immobilienfonds
ALFA Development übernimmt die Suche und Entwicklung der Immobilien, die Verhandlungen mit Behörden und potentiellen Mieter, ebenso die Planung und Errichtung der Center. Weiters kümmert sich ALFA Development - so nötig - um das Center-Management und die Projektfinanzierung, z.B. zur Grundstückssicherung. Ziel ist es, die City Center an potenzielle Investoren, wie Immobilienfonds, zu verkaufen. Buchgeher: "Der Markt ist da. Zahlreiche nationale und internationale Fonds sind auf der Suche nach Handelsimmobilien, die gute Renditen versprechen. Und davon gibt es - zumal in Osteuropa - noch nicht genug." Als Investor für das erste City Center in Braunau konnte die Hypo Oberösterreich Immobilien AG gewonnen werden. Konkrete Gespräche mit Geldgebern für die anderen City Center-Standorte in Österreich und der Slowakei laufen. Je nach Standort rechnet ALFA für die City Center mit einer Durchschnittsrendite von 6,5 bis 7,5 Prozent in Österreich und 8 bis 10 Prozent in der Slowakei.

Kroatien und Ukraine sollen folgen
Buchgeher und Drugowitsch haben noch viel vor mit den City Centern: Nach Österreich und der Slowakei soll die Fachmarktkette auch in Kroatien, der Ukraine sowie Bulgarien und Rumänien expandieren. Drugowitsch: "Unser Ziel sind 15 bis 20 City Center in den nächsten fünf Jahren."

www.delta.at

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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