Direkt zum Inhalt
Unglaublicher Erfolg: Bei der Fairtrade Bananen Challenge wurden heuer in einem Monat 9,8 Millionen Fairtrade-Bananen verdrückt

Neuer Rekord bei der Fairtrade-Bananen Challenge 2016

05.12.2016

Von Mitte Oktober bis Mitte November wurden in ganz Österreich über 9,8 Millionen Bananen mit Fairtrade-Siegel verspeist, also um 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aktion macht auf die schwierigen Arbeitsbedingungen der Bananenbauern aufmerksam.

Die Banane ist das meistkonsumierte Frischobst der Erde, doch schlechte Bezahlung und harte Arbeitsbedingungen prägen den Alltag der Bananenproduzenten in den Anbauländern. Verletzungen von Arbeitsrechten auf Bananenplantagen sind die Regel, daneben ist die Gesundheit der Beschäftigten durch den Einsatz von gefährlichen Pestiziden, die von Flugzeugen aus gesprüht werden, massiv gefährdet. Große Bananenkonzerne fungieren oftmals als Zwischenhändler und diktieren die Preise – die Bezahlung ist schlecht und ermöglicht kein existenzsicherndes Auskommen für die Familien.

Starkes Signal für mehr Fairness

Im Zuge der Fairtrade-Bananen Challenge, unter dem Motto "Machen Sie mit uns aus dem krummen Ding eine gerechte Sache" steht, machten sich österreichische Konsumentinnen und Konsumenten von Mitte Oktober bis Mitte November 2016 wieder für den fairen Handel stark und nutzten ihr Kaufkraft, um die Bananenbauern und die Arbeiter auf den Plantagen zu unterstützen. „Gemeinsam haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler, engagierte Gemeinden, der Handel sowie viele Einzelpersonen und NGOs ein starkes Signal für mehr Fairness im Bananenhandel gesetzt“, freut sich Fairtrade-Geschäftsführer Hartwig Kirner. So konnten insgesamt über 108.400 USD an Fairtrade-Prämiengeldern allein im Aktionsmonat erwirtschaftet werden, welche Fairtrade-Bananenproduzentenorganisationen in Peru, der Dominikanischen Republik und Ecuador zusätzlich zum Fairtrade-Mindestpreis zugutekommen.

Verbesserungen bei der Produktion

Die Bauernfamilien bzw. Beschäftigten auf den Plantagen entscheiden entsprechend den Fairtrade-Standards selbstbestimmt und demokratisch, in welche sozialen, ökonomischen und ökologischen Projekte die Gelder investiert werden. Segundo Bautista Cañar Agurto, Bananenbauer und Vorstandsmitglied der Fairtrade-Kooperative ASOGUABO in Ecuador, betont bei seinem Besuch in Österreich: „Es ist beeindruckend, dass sich hier so viele Menschen für den fairen Handel einsetzen. Ohne Fairtrade hätten wir in Ecuador keine Chance, im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Der faire Handel hat große Verbesserungen für uns Produzentinnen und Produzenten und die ganzen Dörfer gebracht. Das ist nur möglich, weil immer mehr Menschen hier in Europa Fairtrade-Bananen essen.“

Werbung

Weiterführende Themen

Das Cacao-Programm von Fairtrade ermöglicht den Kleinbauern in Côte d’Ivoire aufgrund fairer Preise ein besseres Leben
Industrie
14.12.2015

Durch das von Fairtrade initiierte Cacao Programme ist nicht nur den Produzenten vor Ort geholfen, sondern auch den Herstellern in den Industrieländern.

Die Ehrung der engagierten Spar-Lehrlinge fand am 30. November im Raiffeisen-Forum in Wien statt
Handel
03.12.2015

Spar ist seit 1999 Partner von Fairtrade. Diese Begeisterung gibt das Handelsunternehmen auch den Lehrlingen mit auf den Weg. 98 Lehrlinge der Spar-Akademie-Wien haben im November ihre Ausbildung ...

Werbung