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Nielsen-Erhebung: schnellstes Wachstum im Lebensmittelmarkt seit drei Jahren

11.09.2017

Die aktuellen Nielsen-Daten zum europäischen Lebensmitteleinzelhandel zeigen das höchste Umsatz-Niveau von FMCG-Produkte seit drei Jahren. Wachstumssieger ist und bleibt die Türkei, Österreich ist auch mit vorne dabei. 

Der Nieslen Growth Reporter vergleicht die Marktentwicklungen des FMCG-Sektors (Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs) von 21 europäischen Ländern. Die Daten die das global Performance Unternehmen jedes Quartal erhebt, basieren auf dem Vergleich von Umsatzdaten der Vertriebslinien Lebensmittel, Hypermarkt, Supermarkt, Discounter und Convenience. Die aktuellen Zahlen zum zweiten Quartal sind durchwegs positiv Entwicklungen.

Der Umsatz von Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs (sog. FMCGProdukte wie Lebensmittel, Getränke und Hygieneartikel) ist im zweiten Quartal 2017 um 3,7 Prozent auf das höchste Niveau seit drei Jahren angestiegen. Auch die Menge entwickelte sich positiv (+1,7%), aber leider stiegen auch die Preise um ganze zwei Prozent. Laut Judith Kuiper, Geschäftsführerin von Nielsen Österreich spiegelt das Wachstum folgende vier Schlüsselfaktoren wieder: Die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sinkende Arbeitslosigkeit, steigendes Verbrauchervertrauen und die gleichbleibende Inflation. Die Aussichten für den Lebensmittelmarkt werden sogar für das ganze restliche Jahr sehr gut eingeschätzt, da keine großen politischen oder wirtschaftlichen Änderungen zu erwarten sind. „Zu erwarten ist eine Fortsetzung der Umsatzerholung in Südeuropa und des Mengenwachstums in Nordeuropa”, so Kuiper. 

Wachstumssieger Türkei

Gegenüber dem Vorjahr konnte erneut die Türkei das größte Wachstum verzeichnen (+14,2%). Platz zwei und drei belegen die Slowakei (+9,3%) und Österreich (+6,7%). Am unteren Ende des Rankings sind die Schweiz (-0,7%), Dänemark (+1,2%) und Griechenland (+1,9%) zu finden. Gewinner unter den europäischen „Big five“, also den größten westeuropäischen Märkten, ist klar Italien (+3,2%), gefolgt von Frankreich (+3,2%). Deutschland kann hier hervorstechen, mit + 2,3 Prozent hat unser Nachbarland nicht nur das geringste Wachstum in dieser Gruppe, sondern auch das fünft niedrigste von allen 21 Ländern. (Quelle: Nielsen) 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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