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Nielsen: LEH und Drogeriefachhandel mit knappem Plus

04.06.2019

Die Verbraucher in Österreich gaben 2018 im LEH und DFH insgesamt rund 23,1 Milliarden Euro für Produkte des täglichen Bedarfs aus. Das sind lediglich 0,4 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor.

Im Bereich der Lebensmittel erzielten die Kategorien Molkereiprodukte (2,2 Mrd. Euro), Alkoholfreie Getränke und Convenience (je 1,4 Mrd. Euro) den höchsten Umsatz. Drogerie-Sortimente werden von Körperpflege (0,52 Mrd, Euro), Papier/Hygiene + Heim (0,38 Mrd. Euro) und Heimtier (0,31 Mrd. Euro) angeführt. Seit einigen Jahren ist dabei zu beobachten, dass die Eigenmarkenanteile sowohl im Bereich Food als auch Drug kontinuierlich steigen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Veröffentlichung “Nielsen Consumers 2019” von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. In diesem Jahr erscheinen die Basisinformationen zu Verbrauchern und dem Handel bereits im Mai und wieder als App für iOS und Android.

Treiber im Handel

Der Lebensmitteleinzelhandel erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 21,12 Milliarden Euro und verzeichnet damit ein Wachstum von lediglich 1,6 Prozent. Angesichts der Inflationsrate für Lebensmittel und Getränke von 1,6 Prozent ergibt sich somit eine Umsatzstagnation. Die Anzahl der Geschäfte im LEH steigt erstmals seit der Jahrtausendwende an. So erhöhte sich die Zahl der Standorte leicht auf 5.279 (+6 Geschäfte).
 
„Trotz nennenswerter Expansion mit 35 zusätzlichen Standorten, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte eröffnet haben, verzeichnet der Hard-Diskont in Summe 2018 Umsatz- und Marktanteilsverluste“, so Sigrid Göttlich, Commercial Director bei Nielsen Österreich. Mit 4,3 Prozent waren die Verbrauchermärkte überdurchschnittlich positiv, wozu vor allem die kleineren Formate unter 2.500 m² beitrugen. Die Supermärkte verzeichneten ein Plus von 2,5 Prozent. „Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung aller selbständigen Kaufleute in Österreich“, so Göttlich weiter. „Trotz fortlaufender Strukturbereinigung und Standortschließungen können diese den Umsatz um 1,8 Prozent steigern und ihre Marktbedeutung von 11,6 Prozent halten.”
 
Der Umsatz des österreichischen Drogeriefachhandels wächst mit 2,6 Prozent (1,94 Mrd. Euro) dynamischer als der Lebensmittteleinzelhandel. Die Anzahl der Standorte bleibt dabei stabil bei 1.060 Filialen.

Österreichischer bleiben Schnäppchenjäger

Nach wie vor ist die Suche nach Schnäppchen weit verbreitet: 42 Prozent der Verbraucher suchen beim Einkaufen in ihrem gewohnten Geschäft gezielt nach Angeboten. Knapp ein Viertel (23 Prozent) gibt an, regelmäßig verschiedene Marken zu kaufen, wenn diese gerade im Angebot sind. Fast ebenso viele (20 Prozent) wechseln sogar das Geschäft bei jedem Einkauf, je nachdem, welches die attraktivsten Angebote hat. Durch die hohe Geschäftsdichte in Österreich ist dies vor allem in urbanen Gebieten relativ bequem möglich.
 
Auch bei den Preisen bleiben die Österreicher sensibel. 41 Prozent der Verbraucher geben an, zwar nicht unbedingt alle Preise zu kennen, Preisänderungen aber normalerweise wahrzunehmen. 35 Prozent geben sogar an, dass sie die meisten Preise kennen und Veränderungen sofort wahrnehmen.

 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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