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Im Rahmen eines virtuellen Pressegesprächs stellten c7-Consulter Roland Fehringer, Niemetz-Chef Gerhard Schaller und ARA-Boss Christoph Scharff die neu entwickelte rePET-Blisterverpackung für die traditionellen Schwedenbomben vor.

Niemetz Schwedenbomben und ARA konzipieren reine rePET-Verpackung

23.04.2020

Die ikonische 6er-Packung mit je 3 braunen und 3 kokosbestreuten Schwedenbomben kommt neu in einer reinen rePET-Verpackung. Dieser Neuheit ging ein rund 2jähriger Entwicklungsprozess voraus. Die Umweltbilanz der Neuerung ist durchwegs positiv.

Das heimische Traditionsunternehmen Niemetz Schwedenbomben ist Vorreiter bei nachhaltigen Verpackungen im Genussmittelbereich: Ab Ende April werden die Niemetz Produkte Schwedenbomben, Manja und Swedy in den neuen rePET Verpackungen erstmalig an den Handel ausgeliefert.  „Die richtige Verpackung ist ein wesentlicher Faktor der Erfolgsgeschichte der Niemetz Schwedenbomben. Der Schwedenbomben-Blister ist Kult und seit mehr als 50 Jahren unverändert sowie einzigartig. Mit dem Umstieg auf rePET ist es uns gelungen, Produktschutz, Nachhaltigkeit, Markennostalgie und Einzigartigkeit zu verbinden. Dies gilt für alle Produkte aus unserem Haus, so wird auch für Manja und Swedy ab sofort rePET verwendet. Wir werden kein Gramm neues Plastik in Umlauf bringen“, so Gerhard Schaller, Geschäftsführer Niemetz Schwedenbomben. Nach erfolgreicher Umsetzung von 100% rePET bei Getränkeverpackungen ist es Niemetz mit der ARA jetzt gelungen, auch im Bereich Lebensmittelverpackungen mit besonders hohen Anforderungen Zeichen zu setzen und nimmt so die Vorreiter-Rolle für sich ein.  

Circular Design als „Game Changer“: Unternehmen übernehmen Verantwortung 

Das Kreislaufwirtschaftspaket der EU mit seinen anspruchsvollen Zielen bis 2025 stellt hohe Anforderungen an Produktion, Produktgestaltung und Verpackungen. Unternehmen sind gefordert und verpflichtet, Verantwortung zu übernehmen. ARA Vorstand Christoph Scharff erklärt: „Vor allem bei Kunststoffverpackungen müssen wir in jeder Hinsicht besser werden und bis 2025 die Recyclingleistung, die wir in 25 Jahren erreicht haben, verdoppeln – eine gewaltige Herausforderung. Wir brauchen also mehr Quantität bei besserer Qualität. Circular Design ist ein wichtiger Beitrag, diese Vorgaben zu erreichen. Das heißt: Jedes Unternehmen ist jetzt gefordert – und muss zeitnah andere, besser verwertbare Verpackungen in den Handel bringen. Wir sind stolz, dass wir unsere Expertise im Bereich Circular Design bei Niemetz einbringen konnten. Circular Design heißt auch, Verantwortung zu übernehmen.“  
Im Unternehmensbereich „ARA Circular Design“ ist die entsprechende Kompetenz gebündelt, Kunden umfassend zum Thema zu beraten. Denn die Nachfrage nach Lösungen für ressourcenoptimierte und recyclingfähige Verpackungen ist groß. Die ARA Experten wissen, welche Verpackungen in der Sammlung, Sortierung oder Verwertung Schwierigkeiten machen und welche reyclinggerecht funktionieren und damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.  

Ökobilanz: 32% weniger CO2-Belastung 

Roland Fehringer von c7-consult, Experte für Ökobilanzierung und Nachhaltigkeit, hat die ökologische Performance der neuen rePET Blisterverpackung untersucht und mit alternativen Verpackungsmaterialien verglichen. Die Resultate sind eindeutig: Die neue rePET Blisterverpackung zeigt bei allen untersuchten Umweltauswirkungen deutliche Vorteile. Bei der CO2-Belastung, dem sogenannten Carbon Footprint, schneidet die Blisterverpackung aus rePET um 32 Prozent besser ab als die derzeitige Blisterverpackung aus PET.  
Ob Klimawandel, saurer Regen, schlechte Luft oder Algenbildung in Gewässern, die neue rePET Blisterverpackung verursacht um bis zu 85 % geringere Umweltauswirkungen als ihre Alternativen. Die Gründe dafür erklärt Roland Fehringer wie folgt: „Kunststoffe sind leichter als andere Packstoffe, man benötigt daher weniger Material und Sekundärrohstoffe sind ökologischer als Neumaterial. Die neue rePET-Blisterverpackung für Niemetz Schwedenbomben kombiniert beide Vorteile.“ 
„Eine ressourceneffiziente Verpackung vermeidet Umweltbelastungen bei Produktion und Entsorgung ebenso wie durch beschädigte oder verdorbene Ware. Lebensmittel sind kostbar. Deshalb ist bei der Verpackungsgestaltung auch die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ein wichtiger Aspekt“, erklärt Christoph Scharff. 
„Es wird von uns kein Gramm neues Plastik in Umlauf gebracht, sondern durch Circular Design wird bereits vorhandenes Plastik wiederverwendet. So erhalten die Einzigartigkeit der Verpackung und schonen die natürlichen Ressourcen bestmöglich. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit“, so Gerhard Schaller. Christoph Scharff ergänzt: „Die Europäische Union hat die Richtung vorgegeben. Jetzt liegt es an uns allen, zirkuläres Denken zu fördern und innovative Maßnahmen zu implementieren, mit denen wir die Kreislaufwirtschaft stärken. Circular Design kann dabei ein Game Changer sein.“  

*Ökobilanz von Verpackungen, präsentiert am 30.November 2019, 

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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