Direkt zum Inhalt

NÖM AG senkt Erzeugermilchpreis ab April 2005

04.04.2005

Die NÖM AG, das zweitgrößte österreichische Molkereiunternehmen, senkt den Erzeugermilchpreis um 2 Cent je kg. Gleichzeitig wird die Zusage, mindestens den österreichischen Durchschnittspreis zu zahlen, auch für das heute beginnende neue Milchwirtschaftsjahr 2005/06 gegeben. Die Berglandmilch, größter Milchverarbeiter des Landes, wartet noch ab, einen neuen Bauernmilchpreis wird es erst ab Anfang Mai geben. Beide Unternehmen wollen die im Rahmen der Initiative "Geschmack der Heimat" vorgenommenen Erhöhungen der Konsumentenpreise anteilig an die Milchbauern weitergeben.

Die NÖM AG hat mit den Verantwortlichen der Milchgenossenschaft Niederösterreich eine vertragliche Vereinbarung über den Erzeugermilchpreis für das Wirtschaftsjahr 2005/2006 (01.04. bis 31.03.) getroffen. Als Basis wird wiederum mindestens der gesamtösterreichische Durchschnittspreis garantiert.

"Auf Grund der Entwicklung am europäischen Milchmarkt ist nunmehr eine Absenkung des Bauernmilchpreises unumgänglich. Da in den vergangenen Monaten der österreichische Durchschnittspreis gesunken ist, wird die Akonto-Nachzahlung in der Höhe von 1,5 Cent je kg mit Anfang April 2005 eingestellt. Entsprechend der derzeitigen Marktlage wird weiters ein Verwertungsabschlag in der Höhe von 0,5 Cent in Abzug gebracht", teilt die NÖM in einem Informationsschreiben mit.

Der neue Milchpreis der NÖM für Milch höchster Qualität mit 4,1% Fett und 3,3% Eiweiß beträgt netto 27,24 Cent je kg und inklusive Umsatzsteuer 30,50 Cent. Rechnet man davon noch Abschläge wie den AMA-Marketingbeitrag weg, so ergibt sich ein Auszahlungspreis von 30,18 Cent je kg.

Weitergabe der Preiserhöhung des Handels zugesagt

Gleichzeitig stellt die NÖM-Führung fest, die auf Grund der Initiative "Geschmack der Heimat" erzielte Preiserhöhung für Trinkmilch (vor allem bei Handelsmarken) werde an die Milchbauern anteilsmäßig weitergegeben: "Diese Erhöhung im Handel beträgt durchschnittlich 2,5 Cent je kg netto. Die Weitergabe an die Molkereien erfolgte teilweise ab Mitte Februar 2005. In der NÖM AG ist davon im Zeitraum Februar und März 2005 eine Milchmenge von ca. 3 Mio. kg betroffen, sodass sich daraus ein Mehrerlös von ca. EUR
75.000,- ergibt. Dieser Mehrerlös bedeutet umgerechnet auf die Anlieferungsmengen für die Monate Februar und März 0,25 Cent je kg Milch", rechnet der Vorstand vor. Dieser Mehrerlös werde - sobald vom Handel an die NÖM AG überwiesen - an die Lieferanten ausbezahlt.

Berglandmilch: Neuer Milchpreis ab Mai

Die Berglandmilch wird laut Geschäftsführer Josef Braunshofer eine Veränderung des Milchpreises erst ab Mai 2005 vornehmen. "Wir hatten ursprünglich budgetiert, die Erzeugerpreise ab April abzusenken. Nachdem wir aber gleichzeitig versprochen haben, die im Rahmen der Initiative "Geschmack der Heimat" erzielte Preiserhöhung für Trinkmilch im Handel an unsere Bauern anteilsmäßig weiterzugeben, lassen wir die Auszahlungspreise im April noch unverändert. Damit bleibt den Lieferanten unter dem Strich mehr, als die Preiserhöhung im Handel für sie ausgemacht hätte", erklärte Braunshofer gegenüber dem AIZ.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Industrie
28.09.2020

Nach fast 20 Jahren wurde das schon etwas in die Jahre gekommene Design zeitgemäß überarbeitet und präsentiert sich mit klar strukturiertem Logo.

Markenartikel
28.09.2020

Ganz im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie von Nutricia Milupa wird ab Oktober ein Teil des Aptamil Portfolios in Bio-Qualität angeboten. Damit geht Nutricia Milupa auf den Wunsch ...

Die Wiener Tafel, mit 21 Jahren die älteste heimische Tafelorganisation, fungiert als Schnittstelle zwischen Lebensmittelspenden und bedürftigen Menschen. Darüber hinaus will man die unnötige Entsorgung genießbarer Lebensmittel in Privathaushalten durch Informationen und mehr Vertrauen in die eigenen Sinne bekämpfen.
Thema
28.09.2020

Am 29. September ist der 1. International Day of Awareness of Food Loss and Waste, den die UN ins Leben gerufen hat. Damit macht die UN verstärkt auf das Problem der Lebensmittelverschwendung ...

Das Land Oberösterreich und Spar setzen ein starkes Zeichen für ein „GewaltFREIES Leben“: Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk, Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (Mitte), sowie Natascha Wimberger (l.), Marktleitung im Eurospar Passage City Center, und ihre Stellvertretung Rebecca Reischl (r.).
Thema
28.09.2020

„GewaltFREIES Leben – auch für Sie!“. So heißt die neue Informationskampagne des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Spar-Zentrale Marchtrenk. In über 250 Spar- und Eurospar-Märkten werden ...

Hofer-CEO Horst Leitner und Ventocom-Geschäftsführer Michael Krammer dürfen sich über die erste Million Kunden für ihre Marke HoT freuen.
Handel
25.09.2020

Seit mehr als fünf Jahren begeistert die Hofer Mobilfunk-Exklusivmarke HoT mit maßgeschneiderten Angeboten sowie dem Versprechen, niemals teurer, sondern nur günstiger oder besser zu werden und ...

Werbung