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Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann

Österreich ist und bleibt Bio-Spitzenreiter

19.02.2018

Die Bio-Fläche der heimischen Landwirtschaft, sowie der Umsatz von Bio-Frischwaren im LEH sind 2017 deutlich gestiegen. Im EU-Vergleich liegt Österreich damit weiterhin ganz vorne.

„Nach Steigerungen bei Fläche und Betrieben in den Vorjahren ist auch von 2016 auf 2017 wieder ein sattes Plus zu verzeichnen. Damit wird die nachhaltige Erfolgsgeschichte von Bio in Österreich fortgeschrieben“, sagte Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann, während ihres Besuchs auf der Biofach 2018, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel. Insgesamt 99 heimische Hersteller präsentierten auf der Nürnberger Bio-Messe, letzte Woche ihre Produkte.

Zuwächse bei Fläche und Betrieben

Obwohl das heimische Bio-Wachstum zwischen 2011 und 2015 stagnierte, ging es 2016 wieder rasch bergauf. Im letzten Jahr stieg der Anteil der biologisch bewirtschafteten Fläche um acht Prozent auf 619.380 Hektar. Der Anteil der Bio-Flächen an allen landwirtschaftlichen Flächen stieg um 1,9 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent. Auch für 2018 wird ein weiterer Anstieg erwartet, man rechnet mit 24,3 Prozent.Ordentlichen Zuwachs gab es auch bei der Anzahl der landwirtschaftlichen geführten Betriebe. Insgesamt 23.117 Bauernhöfe werden jetzt biologisch betrieben (+ 6 %). 

Der österreichische Lebensmittelhandel darf sich auch über mehr Bio-Frischwaren in den Regalen freuen. Der höchste wertmäßige Bio-Anteil im heimischen Lebensmitteleinzelhandel entfiel 2017 auf Eier mit 21,6 Prozent, gefolgt von Trinkmilch (18,5%), Kartoffeln (16,9 %) und Frischgemüse (15,3%). Käse liegt mit einem Bio-Anteil von 9,6 Prozent etwas über dem Durchschnitt von 8,6 Prozent. Traditionell niedrig ist der Anteil bei Fleisch und Wurst bei 4,5 bzw. 2,9 Prozent, da die Kosten für die Bauern dort deutlich über der konventionellen Produktion liegen.

Ehrgeizige Ziele

Bio-Austria will Österreichs Position als Bio-Europameister beibehalten. Deswegen hat der Branchenverband große Vorsätze, nämlich einen Bio-Flächenanteil von 30 Prozent. Dafür muss laut Grabmann aber mehr im Absatz gemacht werden. „In der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung gibt es noch sehr viel Potential“, erklärte Die Bio-Austria-Obfrau. Etwas anders sieht das Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, die der Biofach ebenfalls einen Besuch abstattete. Ihrer Meinung nach sollten sowohl die Bio-, als auch die konventionelle Landwirtschaftliche-Produktion mehr mit der Nachfrage mitwachsen.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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