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Österreicher bevorzugen Regionalität

24.10.2012

Wofür steht Regionalität? Sie steht für Frische (Rang 1), Echtheit (Platz 2) und Ursprünglichkeit (3. Stelle). Zu diesem Ergebnis kam eine Oekonsult-Studie, die von der Landwirtschaftskammer in Auftrag gegeben wurden.

Österreichs Lebensmittel sind beliebt

Regionalität bietet auch Schutz vor den Folgen vieler Nahrungsmittelskandale (EHEC-Keime, chinesische TK-Erdbeeren etc.). 86% der Befragten meinen, es sei besser für sie, Lebensmittel aus regionaler Herkunft zu beziehen. Unter ihnen sind es 43%, die sich in ihrer Auffassung ganz besonders bestätigt fühlen. Lediglich 4% wollen aus diesen und ähnlichen Vorfällen keine Schlüsse für das eigene Einkaufs- und Ernährungsverhalten ziehen.

84% der Befragten sagen, sie würden eine "regionale österreichische Herkunft der angebotenen Waren" beim Lebensmitteleinkauf besonders ansprechend finden. 39% unter diesen betonen dies sogar mit größtem Nachdruck. Nur 2% meinen, österreichische regionale Herkunftsnachweise bei Lebensmitteln würde sie nicht im Geringsten beeindrucken.

Konkret ist den Konsumenten auch die "deutliche, klare und eindeutige Beschreibung" von Lebensmitteln ein wichtiges Anliegen. Diese würde das Vertrauen stärken und die Kaufentscheidung erleichtern. 80% der Befragten stimmen dem zu, darunter 27% ohne jegliche Einschränkung, weitere 29% in besonders hohem Ausmaß. Nur 11% erklären sich gegenüber der angesprochenen Produktdeklaration völlig oder zumindest weitestgehend desinteressiert. Auch für regionale Lebensmittel macht sich eine große Mehrheit der Konsumenten stark: Mehr als 85% der Befragten sprechen sich dafür aus, die regionale Herkunft von Nahrungsmitteln deutlich besser erkennbar zu machen.

"Die Landwirtschaftskammer, die AMA und auch die Konsumentenschützer haben wiederholt und dringend darauf hingewiesen: Auch wenn schöne, große, saftige Marillen auf der Verpackung abgebildet sind, heißt das noch lange nicht, dass das Produkt tatsächlich die geweckten Erwartungen erfüllt. 29% der Interviewten fordern daher mit größtem Nachdruck 'zuverlässige Ehrlichkeit bei der Beschreibung und Deklaration' von Lebensmitteln. 'Das, was draufsteht und das, was kommuniziert wird', müsse völlig übereinstimmen. Für nur 3% ist alles in bester Ordnung", sieht Oekonsult-Chef Joshi Schillhab  eine enorm starke Zustimmung zu strengen und klaren Kennzeichnungsregeln. 
APA

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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